
Grund: Der HC Elbflorenz hat keinen Protest vermerkt. Die Handball-Bundesliga GmbH teilt auf Nachfrage mit: „Es gibt keinen Eintrag im Spielbericht, das wurde versäumt.“ Damit ist ein Einspruch gegen die Spielwertung ausgeschlossen, das Unentschieden fließt unangefochten in die Tabelle ein.
Handball-Skandal kann jetzt den Zweitliga-Abstieg entscheiden
Der ausgebliebene Protest hat Auswirkungen. In Deutschlands zweiter Handball-Liga kämpft aktuell die Hälfte aller Teilnehmer gegen Platz 17 und den Abstieg. Schlusslicht HSG Konstanz ist mit 4:42-Punkten bereits hoffnungslos abgeschlagen.
Ab dem Dessau-Rosslauer HV, der Achter mit 23:23-Punkten ist, kämpfen alle Teams darunter gegen den Absturz in die 3. Liga. Lübeck-Schwartau hat durch den eigentlich regelwidrigen, aber jetzt feststehenden Punktgewinn gegen Dresden 18:28-Punkte und weiterhin das rettende Ufer im Visier. Der TSV Dormagen hat als 16. nur zwei Punkte mehr.
Mittendrin im Keller-Getümmel steckt der ehemalige Europapokal-Sieger TuS N-Lübbecke. Dessen Geschäftsführer Torsten Appel sagt gegenüber SPORT BILD deutlich seine Meinung.
„Das, was da in Lübeck vorgefallen ist, ist dramatisch für alle zehn Beteiligten im Abstiegskampf“, so Appel. Er ahnt die möglichen Auswirkungen bereits jetzt: „Wenn am Ende ein Punkt über Platz 16 oder 17 entscheidet, dann ist es für den Tabellen-17. – gelinde gesagt – maximal unglücklich gelaufen.“
Der VfL Lübeck-Schwartau muss am Mittwoch (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) beim HBW Balingen-Weilstetten ran, der HC Elbflorenz empfängt ebenfalls um 19 Uhr (live bei Dyn) die Eulen Ludwigshafen.

