
Höchste Zeit für härtere Strafen!
Von Darian Leicher
Nur Millimeter haben gefehlt, dass Linienrichter Robert Wessel beim 1:1 in Mainz von einer Fahnenstange am Kopf getroffen wurde. Auch ein Feuerzeug warfen die Eintracht-Ultras am Sonntag auf den Rasen. Zum Spielabbruch fehlte nicht mehr viel.
Die Fan-Szene tanzt dem Verein zunehmend auf der Nase herum. Eine Strafe kann es jetzt nicht mehr nur durch den DFB geben, sondern muss von Eintracht selbst kommen. Denn eine von Frankfurt bezahlte Geldstrafe hat keinerlei erzieherischen Effekt auf die Ultras.
1.) Kollektive Stadionverbote für Ultragruppierungen.
2.) Der komplette Entzug von Vorrechten bei Auswärtstickets.
Insbesondere, wenn Frankfurt nächste Saison in der Champions League spielt, wäre das schmerzhaft. Die Bosse haben Trümpfe in der Hand, müssen sie aber auch spielen!
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Keine Kollektiv-Strafen!
Von Christian Kynast
Dass die Eintracht ein Problem mit einigen Fans hat, ist nicht erst seit den Ausschreitungen in Mainz unstrittig. Dafür aber ALLE Fans zu bestrafen, wäre ungerecht. Nicht umsonst gibt es auch im Strafrecht keine Kollektivstrafen!
Die Eintracht sollte stattdessen andere Mittel wählen, um den Problem-Anhängern Herr zu werden: Wie wäre es zum Beispiel mit dem Entzug von Privilegien der Ultras, die oft ein Erstzugriffsrecht auf Tickets oder sogar eigene Kontingente haben?
Dazu ist mit Videotechnik auch eine Identifizierung der Chaoten oft problemlos möglich. Warum nicht direkt im Block nach einem Vergehen zugreifen? Das wäre auch im Sinne der vielen friedlichen und vernünftigen Frankfurt-Fans. Die haben den deutschen Fußball in den vergangenen Jahren auch in Europa – zum Beispiel mit 30 000 Mann im Camp Nou in Barcelona – fantastisch vertreten. Diesen Ruf darf sich Eintracht nicht kaputt machen lassen!


