
Schmerzliche Champions-League-Niederlage für den SC Magdeburg! Beim HBC Nantes verliert das Team von Trainer Bennet Wiegert (42) mit 28:29 (15:11).
Kurios: Rechtsaußen Daniel Pettersson (32) läuft im Trikot von SCM-Superstar Omar Ingi Magnusson (27) auf. Der Isländer hatte sich am Sonntag gegen Bietigheim (35:26) eine Verletzung am rechten Sprunggelenk zugezogen und fehlt dem SCM wohl drei Monate.
Doch der Trikotwechsel ist kein Zeichen der Loyalität oder Aufmunterung, sondern schlichtweg eine Notlösung. Der Harzpott war kurz vor der Partie ausgelaufen – ein Ersatztrikot musste her. Glück im Unglück: Das Magnusson-Trikot lag griffbereit. Der Leistungsträger muss das Spiel schließlich vor dem TV verfolgen.
Zum Spiel: Auch ohne Magnusson erwischt der SCM einen Top-Start in die Partie. Nach 9 Minuten führen die Wiegert-Jungs dank eines 5:0-Laufs mit fünf Toren (7:2). Auch eine Schwächephase (sieben technische Fehler) überstehen die Magdeburger ohne größere Rückschläge, weil die Franzosen ihre Chancen nicht nutzen und sich in der Offensive auch dank SCM-Keeper Sergey Hernández (29) verdammt schwertun.
Der begehrte Spanier, den auch Nantes gerne ab Sommer 2026 verpflichten würde, pariert in der ersten Hälfte sechs wichtige Bälle. In die Pause geht es daher mit einem soliden 15:11.
Hernández glaubt weiter an zwei Titel-Chancen in dieser bisher durchwachsenen Saison. Er sagte vor wenigen Tagen zu SPORT BILD: „Ich glaube definitiv daran, dass wir die Bundesliga und die Champions League gewinnen können. Wir haben die Mannschaft und die Erfahrung dafür. Wir haben noch viele Spiele vor uns.“
Macht der SCM in Nantes immerhin den nächsten Schritt Richtung Champions-League-K.-o.-Runde? In der zweiten Hälfte sieht es durchwachsen aus. Die Wiegert-Jungs haben vor allem im Innenblock erhebliche Probleme und auch Hernández greift nur noch hinter sich.
Viel Auswahl hat Wiegert nicht. Nikola Portner (31) kommt für Hernández. Der angeschlagene Magnus Saugstrup (28) ist als Stabilisator keine Option.
Magdeburg kämpft. Doch die Franzosen präsentieren sich nun deutlich stärker im Abschluss und kommen immer näher. In der 45. Minute beim Stand von 22:21 nimmt Wiegert eine Auszeit, versucht seine Spieler zu motivieren: „Bleiben wir positiv. Alles ist gut. Ruhe behalten.“
Er dreht sich wie ein TornadoHandball-Profi mit absolutem Wahnsinns-Tor
So richtig gelingt das nicht. Nantes geht in der 52. Minute erstmals in Führung (26:25). Auch zwei Minuten vor Schluss führt Nantes knapp (29:28). Genau so geht das Spiel auch zu Ende. Beste Werfer sind Manuel Zehnder (25) und Petterson mit jeweils sechs Treffern. Davon können sich die Magdeburger aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit nichts kaufen.
Jetzt müssen die Wiegert-Jungs mit dieser Pleite im Gepäck am Sonntag (18 Uhr/Dyn) zum Topspiel zu den Füchsen Berlin reisen.


