
Formel-1-Legende Eddie Jordan ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Der irische Rennfahrer hatte 2024 seine Erkrankung an Prostata- und Blasenkrebs öffentlich gemacht. Jetzt hat er das Rennen gegen die Zeit verloren.
Jordan hatte in den vergangenen Monaten in seinem Podcast „Formula For Success“, den er mit Ex-Pilot David Coulthard (53) gemeinsam hatte, offen über seine Krankheit gesprochen: „Der Krebs hat in das Becken und die Wirbelsäule gestreut, er war also ziemlich aggressiv.“ Und weiter: „Ich kämpfe weiter. Aber ja, es gab einige sehr dunkle Tage. Doch wir haben es da rausgeschafft.“ Ein Satz, der damals als positives Signal gewertet wurde. Nun folgt die traurige Nachricht.
Formel-1-Boss Stefano Domenicali: „Wir sind tief betrübt über den plötzlichen Tod von Eddie Jordan. Mit seiner unerschöpflichen Energie hat er es immer verstanden, die Menschen zum Lächeln zu bringen und dabei stets authentisch und brillant zu bleiben. Eddie war ein Protagonist einer Ära der Formel 1 und wir werden ihn sehr vermissen. In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken und die der gesamten Formel-1-Familie bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“
Ex-F1-Boss Ecclestone: „Könnten mehr Leute von seinem Kaliber gebrauchen“
Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (94) zu BILD: „Es ist furchbar, dass wir Eddie verloren haben. Wir könnten mehr Leute von seinem Kaliber in der aktuellen Formel 1 gebrauchen. Er war eine ganz spezielle Person in der Rennserie. Er hat vielen Fahrern geholfen und auch mir. Es ist ganz furchtbar, ich werde ihn sehr vermissen“
Eddie Jordan mit seinem ehemaligen Schützling Michael Schumacher (r.) 1997 beim Großen Preis von Argentinien
Jordan war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Formel 1. Als Eigentümer und Teamchef führte er das gleichnamige Team Jordan Grand Prix von 1991 bis 2005 in der Königsklasse des Motorsports an.
Der Ire war es, der Michael Schumacher zu seinem Debüt 1991 beim Großen Preis von Belgien in Spa verhalf. Allerdings fuhr der Deutsche nur diesen einen Grand Prix für Jordan, ehe er vom Benetton-Team abgeworben wurde. Ein Deal, der vom damaligen Formel-1-Boss Ecclestone eingefädelt wurde, weil auch er das große Talent von Schumacher erkannt hatte und ihn mit dem Sprung zu Benetton, dem deutlich besseren Rennstall, fördern wollte.
