
General, Stratege, Schleifer!
Nach vier Niederlagen in Folge zog der Borussia Dortmund endgültig die Reißleine und feuerte Nuri Sahin (36) einen Tag nach der bitteren Pleite gegen Bologna in der Champions League (1:2). Jetzt suchen die BVB-Bosse eifrig nach einem Nachfolger. Experte Didi Hamann (51) hat ihn schon gefunden, für den Ex-Bayern-Star wäre ER die Ideallösung.
„Ich würde gerne Kovac beim BVB sehen, weil ich glaube, dass die Mannschaft eine starke Hand braucht. Man hat sie viel zu lange mit einigen Sachen davonkommen lassen“, schreibt der Ex-Bayern-Star in seiner Kolumne bei „Sky“.
Und weiter: „Es gab große Strömungen gegen Edin Terzic, den erfolgreichsten Trainer der vergangenen Jahre, der letzte Saison das Champions-League-Finale erreicht hat. Die Spieler brauchen einen Trainer, der durchgreift, der bedingungslos Entscheidungen trifft, und ich glaube, dass Kovac das machen würde.“
Zum jetzigen Zeitpunkt würde Hamann „keinen Trainer für die nächsten zweieinhalb oder dreieinhalb Jahre holen“. Vielmehr würde er den Ex-Bayern-Trainer fragen, „ob er es bis zum Saisonende macht, dann abwarten, was in den nächsten Wochen passiert und im Frühjahr eine Entscheidung treffen“.
Wie der BVB bekannt gab, wird vorerst U19-Trainer Mike Tullberg (39) die Profis interimsweise trainieren und auch am Samstag im Heimspiel gegen Werder Bremen auf der Bank sitzen.
Niko Kovac (53/ zuletzt VfL Wolfsburg)
Auch nach BILD-Informationen kristallisiert sich Kovac als Retter-Kandidat heraus. Dem Ex-Bayern-Trainer trauen die Bosse wohl am meisten zu, die BVB-Krise (Platz 10) zu bewältigen und die Champions-League-Qualifikation bis Saisonende zu erreichen.
Vor allem der desolate körperliche Zustand der Mannschaft bereitet den BVB-Bossen große Sorgen. Ein weiterer Pluspunkt für Kovac, denn der kroatische Ex-Nationalspieler (83 Einsätze) legte bei seinen Ex-Vereinen großen Wert auf Fitness und kennt sich mit Leistungsdiagnostik aus: „Wenn ich es als Profi nicht geschafft hätte, wäre ich Sportmediziner geworden“, verriet Kovac einmal.
Doch auch für Kovac wird der Chaos-BVB keine leichte Aufgabe. Denn wer auch immer das Amt übernimmt, den erwartet laut Hamann „ein Scherbenhaufen“.


