
Warum geht das eigentlich nicht in der Bundesliga?
Die deutschen Handballerinnen siegen im letzten Hauptrundenspiel 35:16 (17:11) gegen Slowenien und beenden die EM wie beim letzten Mal auf Platz sieben.
Handball-EM: Deutschland siegt mit Tor-Beweis
Interessant die Szene in der 40. Minute: Viola Leuchter wirft aufs Tor, der Ball knallt an die Latte und von da hinter die Linie. Oder doch nicht? Die französischen Schiris sind sich nicht sicher, schauen sich noch einmal die TV-Bilder an und geben dann den Treffer zum 23:13.
In der HBL ist das trotz des Videobeweises (noch) nicht möglich und führte zuletzt im Spitzenspiel der Füchse Berlin gegen den SC Magdeburg zu einem inzwischen zurückgezogenen Protest wegen eines nicht gegebenen Treffers.
DIE deutsche Entdeckung bei der EM: Zweifelsohne Nina Engel (21). Die junge Dame, die erst im Oktober ihr Länderspieldebüt gab, ist einer der Hoffnungsträgerinnen für die Zukunft. Erinnert etwas an den Hannoveraner Renars Uscins (22), dessen Stern bei der Heim-EM in diesem Jahr aufging. Linkshänderin Nina spielt wie er im rechten Rückraum, hat ordentlich Power im Arm und knallt wie Dynamit in die Abwehrreihen der Gegner. Mit 92,3 km/h erzielt sie nach sechs Minuten das 6:1 gegen Slowenien.
Bei sechs Versuchen stehen für sie, die seit Sommer für Vizemeister Bensheim/Auerbach spielt, bis zur Pause (17:11) fünf Tore zu Buche. In Hälfte zwei wird sie mehr oder weniger geschont.
Ändert nichts an dem deutlichen Sieg, mit dem sich Deutschland von der EM verabschiedet. Das Halbfinale wurde allerdings deutlich verpasst – nach Niederlagen gegen die Niederlande, Dänemark und Norwegen. Nina Engel bei Sportdeutschland.TV: „Wir wollen natürlich auch die Großen schlagen, das ist uns nicht gelungen. Jetzt müssen wir nach vorn schauen. Für mein erstes Turnier bin ich einigermaßen zufrieden.“
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