
Im Mond-Laufband zurück auf den Court!
FC Bayern Kapitän Vladimir Lucic (35) verletzte sich am 13. Oktober im Pokal-Achtelfinale gegen Bonn – seither fehlt er. Damals hieß es: Prellung!
Doch es war alles viel schlimmer!
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Zum ersten Mal spricht Lucic jetzt über seine Verletzung!
Der Rekord-Bayernspieler (seit neun Jahren im Team): „Am Anfang dachten wir, das ist eine Prellung, ein Hämatom. Doch es wurde schlimmer. Vielleicht auch, weil ich unbedingt spielen wollte.“
Zwei Tage nach dem Bonn-Spiel stand Belgrad auf dem Programm – die Heimatstadt von Lucic. Doch schon beim Aufwärmen war klar: Das wird nichts.
In Bayernkreisen heißt es: So eine Verletzung hat man noch nie gesehen. Letztlich stellte sich ein Muskelriss heraus.
Bayern-Coach Gordon Herbert (65) sagt: „Ich bin einfach nur froh, dass nicht operiert werden musste. Es war viel Blut im Muskel, eine Diagnose war sehr schwer.“
Lucic arbeitet seit Wochen an seinem Comeback: „Ich bin froh, dass ich diese Verletzung nicht früher in meiner Karriere gehabt habe. Es war jetzt lang und schwierig. Ich konnte bei den Fußballern an der Säbener Straße viel in den Pool. Und war oft auf einem speziellen Laufband.“
Was er meint: Im BMW-Park gibt es ein Anti-Schwerkraft-Laufband. Auf dem Spezial-Laufband wird ein Vakuum geschaffen. So wird das Körpergewicht um bis zu 80 Prozent reduziert. Die Folge: Die Belastung der Gelenke und Muskeln wird minimiert. Ein Gefühl, als würde man auf dem Mond laufen.
Immer wieder Lucic-Leid
Keine leichte Zeit für Lucic, der in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen aus der Bahn geworfen wurde!
2022 plagt ihn eine Ellenbogenverletzung über Monate.
2023 verletzte sich der Forward kurz vor den Playoffs an der linken Hand – am Ende fehlte er acht Monate, sogar ein Karriere-Aus drohte ihm. Die WM 2023 und Olympia 2024 verpasste er. Doch der Kämpfer kam zurück, führte die Bayern letzte Saison zum Double.
Sein Plan: „Nächste Woche wieder mit dem Team trainieren.“
Für die Bayern werden die nächsten Tage intensiv: Vier Spiele in sieben Tagen stehen an, am Freitag (20.15 Uhr, live bei Magenta) geht es nach Piräus, am Sonntag (16.30 Uhr, live bei DYN) in der BBL zu Verfolger Heidelberg, der für sein Spiel des Jahres extra in die SAP Arena nach Mannheim zieht. Dann mittwochs und freitags zweimal Euroleague im SAP-Garden in München.
Aktuell strauchelt das Team von Weltmeistercoach Herbert, kassierten drei Pleiten in den letzten vier Spielen.
Lucic: „Der Januar ist immer eine schwierige Situation. Aber auch da kommen wir durch. Wir haben nach wie vor in der Euroleague eine gute Position.“
Läuft alles nach Plan, möchte Lucic gegen Bamberg (26.1.) sein Comeback in der BBL feiern.

