
Wiegert sagt zu BILD: „Die Schwimmer machen das auch. Ich weiß, dass Bernd Berkhahn das einsetzt.“ Doch im Handball sind Oura-Ringe noch nicht etabliert. Vor allem die Kosten sind ein Problem: „So ein Ring kostet zwischen 350 und 500 Euro. Jedem Spieler so ein Teil zu verpassen – da müsste ich auch erst mal mit meinem Partner-Geschäftsführer sprechen, ob wir das genehmigen.“
Prominenteste Smart-Ring-Beispiele in Deutschland: Bayern-Ikone Thomas Müller (35) trägt ihn ebenso wie die Profis von RB Leipzig.
Thomas Müller schwört auf seinen Oura-Ring
Den Vergleich mit dem Fußball sieht Wiegert entspannt: „Ich sage, dass wir nicht König Fußball sind. Glaubt man wirklich, dass wir immer näher an den Fußball heranrücken? Ich glaube, da ist eher das Gegenteil der Fall. Wir haben andere charmante Sachen. Ist doch schön, wenn man auch noch Entwicklungsziele hat.“
Trotzdem reizt ihn das Konzept, denn Schlaf ist die beste Regeneration: „80 Prozent der Regeneration ist Schlaf. Wenn die Spieler keinen Tiefschlaf bekommen, weil sie kleine Kinder haben, kann das das Verletzungsrisiko enorm steigern. Das ist uns allen bewusst.“
Den sieht er nicht kommen: Torwart komplett orientierungslos
Derzeit verlässt sich Wiegert auf subjektive Angaben der Spieler: „Sie bekommen eine Push-App aufs Handy und sagen mir, wie viele Stunden sie geschlafen haben.“ Doch das reicht ihm nicht: „Wenn mir einer sagt: ‘Ich habe gut geschlafen und bin fit’, dann habe ich keine Hard Facts. Und ich habe gerne wissenschaftliche Hard Facts.“

Die Innenseite eines Oura-Rings ist mit fortschrittlichen Gesundheitssensoren ausgestattet, die eine kontinuierliche Messung der Körpertemperatur, Herzfrequenz, Aktivität, Schlafqualität und mehr ermöglichen
Eine weitere Herausforderung: „Nur alleine die Ringe sind es ja nicht. Wahrscheinlich bräuchte ich dann auch noch eine zusätzliche Stelle, um das auszuwerten.“ Noch mehr Geld, das der SCM wohl nicht ohne Weiteres aufbringen kann.
Für sich selbst will Wiegert auf jeden Fall keinen Oura-Ring. Er sagt lachend: „Ich möchte mein Schlafverhalten auch nicht wissen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“



