
Nach dem 34:34 im Handball-Bundesligaspiel des ThSV Eisenach gegen den SC DHfK Leipzig nahmen sich die Bosse in den Arm. Der harte Ton aus den Derbys der vergangenen Jahre scheint wie weggeblasen.
Die neue mitteldeutsche Handball-Einheit ist da!
Handball: Günther unterstützte Witte in schwieriger Phase
Den Anfang macht Leipzig Boss Karsten Günther (43): „Mittlerweile freuen wir uns auf Eisenach. Eine geile Stimmung, es sind richtige Handballfeste. Alles andere, was da in der Vergangenheit war, ist abgehakt.“
Dass Günther und Eisenachs Geschäftsführer René Witte (46) grundsätzlich gut miteinander können, wussten schon viele. Jetzt gibt es auch Lob von der Wartburg in Richtung Sachsen. „Wir sind relativ jung in der Liga. Wenn ich Fragen habe oder Hilfe brauche, habe ich mit Karsten immer einen guten Berater gehabt. Was das Sportliche betrifft, gibt es eine Rivalität, aber wir sind einig, was die Liga angeht. Wir sind beide mitteldeutsche Klubs und halten zusammen“, sagt Witte.
Günther pflichtet dem bei: „Es gibt genug Aufgaben, die wir gemeinsam lösen können. Da gehen wir Hand in Hand.“
Als Ende 2024 Witte in Eisenach die Schuld gegeben wurde, dass Trainer Misha Kaufmann seinen Vertrag nicht erfüllen will, telefonierten die Manager. Günther: „In der Phase, als es für René schwierig war oder als es bei uns mal geruckelt hat, nimmt man einfach mal den Telefonhörer in die Hand und tauscht sich aus.“
Was beide vereint: Als Aufsteiger wünscht man sich Dresden. Auch mit Aue arbeitet man zusammen. Eine Delegation des Drittligisten war beim Derby in der Halle.
Witte: „Es wäre für beide Klubs gut, wenn wir einen weiteren Bundesligisten aus Mitteldeutschland hätten.“ In Leipzig sieht man das genauso. „Wir sind Lokomotiven in unserem Bundesland, um die Sportart voranzubringen. Unser Feind ist nicht Eisenach, Magdeburg oder jemand anderes, sondern die Playstation, die Kippe und die Flasche Bier“, sagt Günther.


