
Der Knaller-Wechsel von Johannes Golla beschäftigt weiterhin die Daikin Handball-Bundesliga und alle Handball-Fans.
Dass der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft die SG Flensburg-Handewitt verlassen und nach Melsungen gehen wird, ist mittlerweile offiziell. 2026 zieht es Golla mit seiner Familie in die hessische Heimat.
Oder doch schon früher?
Bislang war für alle Parteien klar, dass der Kreis-Koloss seinen Vertrag bei den Norddeutschen erfüllen und erst in gut eineinhalb Jahren wechseln wird. Doch eine Handball-Legende bringt jetzt eine andere Variante ins Spiel.
Handball: Wechselt Johannes Golla schon 2025 zur MT Melsungen?
Geht es nach Mimi Kraus, Weltmeister von 2007, gibt es hinter den Kulissen durchaus Bemühungen, den Transfer schon früher über die Bühne gehen zu lassen. Das deutet die HBL-Legende, die unter anderem in Göppingen, Lemgo, Hamburg und Stuttgart spielte, in der Dyn-Sendung „Harzblut“ an.
Kraus sitzt bei der Weihnachts-Ausgabe im Melsungen-Trikot vor seinem Weihnachtsbaum, obwohl er als scharfer Kritiker der MT gilt. Stefan Kretzschmar witzelt: „Das Trikot steht dir 1a! Hast du nicht mal ne Anfrage von Herrn Allendorf ([–>Sport-Vorstand in Melsungen, d. Red.[–>) erhalten, ob du in Melsungen aushelfen könntest?“
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Kraus: „Also ich sag dir eins: Ich hab ja gehört, 800.000 Euro für ein Jahr für Golla, ja? Allendorf, ich mach dir ein Angebot: 799.000 und ich spiel ein Jahr am Kreis.“
Klar ist: Ein Wechsel von Golla schon 2025 könnte Sinn ergeben. Flensburg bekäme noch Ablöse, Melsungen hätte eine Top-Verstärkung für eine mögliche Champions-League-Saison, die gerade für den Tabellenführer alles andere als unrealistisch erscheint. Und der DHB-Kapitän könnte schon ein Jahr früher in die Heimat.
Nach SPORT BILD-Informationen forciert aber nicht die MT einen vorzeitigen Wechsel. Dazu kommt: Ablösesummen in Dimensionen von fast einer Million Euro gibt es im Handball quasi nie, schon gar nicht, wenn ein Spieler nur noch ein Jahr Vertrag hat.
Aber: In der Branche hält sich schon lange hartnäckig das Gerücht, dass Flensburg weiter aufrüsten will, um endlich wieder Champions League und Meisterschaft in Angriff nehmen zu können. Der Name Mathias Gidsel fällt dabei immer wieder. Der Welthandballer hat aber bei den Füchsen Berlin Vertrag bis 2028, ohne Ausstiegsklausel, würde also viiiel Geld kosten.
In diesem Zusammenhang würde der Versuch, möglichst viel Geld für einen Spieler zu bekommen, der ein Jahr später eh weg ist, durchaus passen …

