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Leyenda del boxeo Holyfield: ¡Por eso a Tyson le faltaba pegada!

teknomers 21 de Kasım de 2024 (Last updated: 21 de Kasım de 2024) 5 minutes read
Leyenda del boxeo Holyfield: ¡Por eso a Tyson le faltaba


SPORT BILD: Mister Holyfield, Ihr früherer Rivale Mike Tyson boxte mit 58 am vergangenen Freitag gegen den YouTuber Jake Paul. Er verlor nach Punkten. Was hielten Sie vom Kampf?

Evander Holyfield: [–>Vom Start weg steckte er in Schwierigkeiten. Seine Balance stimmte nicht, weil sein Knie und sein Rücken wohl nicht in Ordnung waren. Er holte nicht wie sonst für seine Schläge Schwung aus den Beinen. Er stand sehr aufrecht mit durchgestreckten Knien, ging nicht nach vorne. So habe ich ihn noch nie gesehen.

Ihr Rat für ihn?

Ob er noch einmal boxt, ist seine Entscheidung. Aber in einem gewissen Alter muss man erkennen, was man sich selbst noch antut. Ich würde nie antreten, wenn ich nicht denke, dass ich gewinnen kann oder wenn ich nicht gesund bin.

Evander Holyfield (62) war viermal Weltmeister im Schwergewicht und einmal im Cruisergewicht

Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Sie sind mit 62 sehr fit. Was ist Ihr Geheimnis?

Das Wichtigste ist: Wenn du nie außer Form kommst, musst du auch nie daran arbeiten, um wieder in Form zu kommen. Meine Mutter hat mir stets ins Gewissen geredet. Was mir hilft: Ich habe nicht wirklich schlechte Angewohnheiten.

Auf Ihrem Instagram-Account betonen Sie gern, dass Sie „bereit zum Tanzen sind“. Heißt das, dass Sie gern bei TV-Shows auftreten würden, oder sind Sie offen für einen letzten Tanz im Ring?

Ich bleibe in Form, egal, was sich anbieten würde. Ich fühle mich dann einfach besser. Ich absolviere verschiedene Übungen, boxe nicht mehr wirklich viel. Aber meine Kondition stimmt immer.

Tyson brachte vor einigen Jahren Cannabis-Gummiohren zum Essen auf den Markt – in Anlehnung an seinen Ohrbiss gegen Sie. Hat er Sie um Erlaubnis gefragt?

Ich war bei den Gesprächen dabei, als die entwickelt wurden. Aus geschäftlicher Sicht war es aber eher eine schlechte Entscheidung, weil ich damals nicht das richtige Management hatte. Dadurch lief es nicht so gut, wie es hätte laufen können. Aber das lag nicht an Mike.

Jeder erinnert sich an den Ohrbiss. Was sehen Sie als den seltsamsten Moment Ihrer Karriere?

Auf jeden Fall war es der motorisierte Fallschirmspringer, der 1993 bei meinem Kampf in Las Vegas gegen Riddick Bowe im Ring landete. Ich sah mich zu diesem Zeitpunkt in Runde sieben auf der Siegerstraße, und dann kommt da plötzlich dieser Typ. Dadurch konnte sich Bowe etwas ausruhen, weil der Kampf rund 20 Minuten unterbrochen war. Auf einmal traf ich wieder auf einen starken Gegner. Zum Glück gewann ich am Ende doch noch knapp.

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2008 wären Sie mit 46 Jahren gegen den Russen Nikolai Valuev fast zum fünften Mal Schwergewichts-Weltmeister geworden, doch die Punktrichter sahen es anders. Der größte Betrug Ihrer Karriere?

So enttäuscht ich war, muss ich ehrlich sein: Jeder bewertet Kämpfe anders. Daher will ich mich nicht darüber beschweren, was hätte sein können. Ich glaube daran, niemals aufzugeben. Wenn ich auf meine Karriere schaue, kann ich stolz sagen: Ich bin der einzige viermalige Schwergewichts-Weltmeister!

Am 21. Dezember kommt es zum Rückkampf des Jahres zwischen Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk und Tyson Fury. Auf wen tippen Sie?

Ich sehe Usyk wieder vorn. Er erinnert mich an mich selbst. Er ist kleiner als die anderen Schwergewichtler, aber stets in Topverfassung. Dadurch kann er immer wieder Bestleistungen abrufen. Außerdem kann er technisch stark boxen. Als ich erstmals in Russland war, stellte er sich mir vor. Er kündigte mir schon damals an: „Ich werde dasselbe machen, was du erreicht hast. Ich werde erst Cruisergewichts- und dann Schwergewichts-Weltmeister!“ Ich schaute ihm nur in die Augen und sagte: „Viel Glück dabei! Wie ist überhaupt dein Name?“ Und er hielt Wort!

Usyk nennt Sie als sein Vorbild. Welcher Sportler hat Sie inspiriert?

Natürlich Muhammad Ali! Er konnte so großartig reden. Meine Mama nahm mich zur Seite und verbot mir, wie Ali zu prahlen. Sie sagte: „Halte deinen Mund!“ Meine Mutter hat mir vor allem Respekt beigebracht. Sie lernte aus ihren eigenen Fehlern und wollte, dass ich ein besserer Mensch als sie werde.

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Vor 40 Jahren gewannen Sie Ihren ersten Profi-Kampf im Madison Square Garden. Was kommt Ihnen als Erstes in den Kopf?

Wenige Monate zuvor hatte ich bei den Olympischen Spielen geboxt. Vier andere Amerikaner hatten Gold gewonnen, ich Bronze. Wir alle boxten bei dieser Veranstaltung, und ich hatte den härtesten Gegner, aber ich habe gewonnen.

Wer dachte sich Ihren Spitznamen „Real Deal“ – der einzig Wahre – aus?

Das habe ich mir selbst ausgedacht. Ich wollte etwas, das sich reimt. So stellte ich mich schon bei den Olympischen Spielen 1984 allen vor. Als ich dann im Halbfinale verschaukelt wurde, schlugen wir die anderen den Namen „Raw Deal“ (übersetzt: schlecht behandelt; d. Red.) vor. Aber ich fand, dass es nicht gut klang und wollte nicht, dass sich alle ständig an diesen Olympia-Betrug erinnern.

Sie waren fünfmal Weltmeister in zwei Gewichtsklassen. Was war der beste Kampf Ihrer Karriere?

1986 boxte ich in Atlanta gegen den sehr erfahrenen Dwight Muhammad Qawi. Wir boxten über 15 Runden! Vorher hatte ich nur maximal acht Runden gekämpft. Dieser Sprung war sehr schwer. Ich war sehr stolz, das durchzuhalten.

Der frühere Wladimir-Klitschko-Bezwinger Anthony Joshua steht nach einer weiteren Niederlage gegen Daniel Dubois vor dem Aus. Was trauen Sie ihm noch zu?

Es hängt jetzt alles von ihm ab. Wie groß ist sein eigener Antrieb noch? Ich würde niemandem sagen, dass er etwas nicht kann.

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Teaser-Bild

Quelle: BILD/X20 de noviembre de 2024





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