
Frust pur bei Alba Berlin!
Nach dem bitteren 85:103 gegen Maccabi Tel Aviv in der Euroleague kochen die Emotionen über – vor allem bei Nationalspieler Malte Delow (23).
„Uns fehlt die Defense. Wir kassieren jedes Spiel hundert Punkte. Da kannst du gegen kein Team der Welt gewinnen“, stellte er klar.
Die Berliner wirkten von Beginn an völlig von der Rolle. Keine Energie, keine Spannung, keine Kommunikation. Stattdessen Ballverluste, schwache Rebound-Arbeit und am Ende die nächste heftige Klatsche.
Delow meinte: „Schwierig zu erklären. Ich weiß auch nicht. Wir haben einfach verpennt, keine Energie gehabt, keine Spannung, alle leer. Defensiv nicht kommuniziert, viele Rebounds abgegeben – und gegen so eine Mannschaft läufst du dann das ganze Spiel hinterher. Dann wird es schwer.“
Dabei wollte niemand bei Alba die besonderen Umstände als Ausrede gelten lassen. Vor dem Spiel waren die Sicherheitsvorkehrungen wegen des Hochrisikospiels massiv verstärkt worden. „Das ist keine Ausrede. Wir haben jedes Spiel Herausforderungen. So viel haben wir davon auch nicht mitbekommen – außer, dass Polizisten hier waren“, so der gebürtige Berliner.
Dass bei Alba derzeit nicht viel zusammenpasst, zeigt sich Woche für Woche. Mitreißende Siege wie gegen Ulm oder Mailand wechseln sich mit Enttäuschungen wie gegen Vechta und Tel Aviv ab.
„Wenn du 100 Punkte kassierst, sind überall Baustellen. Wir können über Taktik reden, aber wir müssen erst mal die Einstellung bringen und natürlich auch die Kommunikation auf dem Feld“, erklärte Delow weiter.
Ein Grundproblem bleibt die Abwehr: In der Euroleague kassiert Alba im Schnitt 91 Punkte pro Spiel – Spitzenwert! Und auch in der BBL gibt es kaum ein Team, das defensiv schlechter steht. Die Berliner hängen nach acht Spieltagen mit nur drei Siegen im Mittelfeld fest.
Hoffnung gibt es dennoch: Matt Thomas (30, Knie-OP) und Martin Hermannsson (30, Achillessehne) könnten schon am Sonntag gegen Ludwigsburg (15 Uhr/Dyn) wieder im Kader stehen.
Sportdirektor Himar Ojeda (52) sagte: „Vielleicht reicht es am Sonntag schon, ansonsten hoffen wir auf nächste Woche.“
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Fest steht: Ohne eine klare Kommunikation in der Verteidigung wird es auch gegen Ludwigsburg wieder schwer.
Delow warnte: „Wir sind offensiv nicht gut genug, dass wir mehr als 103 Punkte machen. Daran müssen wir arbeiten.“

