
Melsungen-Coach Roberto García Parrondo (45) rastet in der zweiten Hälfte völlig aus – doch seine Spieler bleiben blass. Der HSV Hamburg nutzt das Chaos eiskalt aus, gewinnt 42:32 (19:17) und stürzt die MT von der Spitze!
Schon vor dem Anpfiff gibt es eine Mega-Nachricht für die HSV-Fans: Rechtsaußen Frederik Bo Andersen (26) hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2028 verlängert!
Nach einer Magen-Darm-Erkrankung steht der Däne aber nicht in der Startformation. Dafür kehrt Jacob Lassen (29) nach seiner Mandelentzündung zurück. Weiter fehlen: Zoran Ilic (23, Rippenbruch), Dominik Axmann (25, Kreuzbandriss) und Mohamed El Tayar (28, Adduktoren).
Spitzenreiter Melsungen muss weiter auf sieben Profis verzichten (Mensing, Darmoul, Mandic, Eickhoff, Jonsson, Cavalcanti, Arnarsson).
Die erste Hälfte in der Sporthalle Hamburg: ausgeglichen, offen, umkämpft! Die Führung wechselt ständig. Die Hamburger stressen die MT-Stars zunehmend. Die Konsequenz: ungewöhnlich viele Ballverluste.
Drei Minuten vor der Pause führt der HSV 17:15. Melsungen-Coach Roberto García Parrondo (45) nimmt die Auszeit – und wird deutlich: „Ich denke, wir haben schon zehn Bälle verloren. Das ist ein Problem. Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen.“
Seine Worte verpuffen erst einmal. Hamburg bleibt cool und nimmt eine 2-Tore-Führung (19:17) mit in die Kabine.
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Entsprechend glücklich zeigt sich HSV-Profi Moritz Sauter (22) am Dyn-Mikrofon: „Wir kommen gut ins Tempo, machen dann einfache Tore. Das ist bis jetzt der Schlüssel.“
Und so geht es auch im zweiten Durchgang weiter. Die Hamburger glänzen direkt mit einem 3:0-Lauf (22:17 /33.). Melsungen steht komplett neben sich. Nach 37 Minuten führt Hamburg mit sieben Treffern (26:19).
Parrondo nimmt wutentbrannt die Auszeit, rastet komplett aus: „Das Problem ist, dass ihr nichts macht. Ihr seid nicht das Team, das wir sein wollen. Ihr habt Angst! Ihr seid nicht gekommen, um zu spielen, um sie zu töten. Es ist lächerlich, was ihr heute macht. Lächerlich. Wir haben noch 20 Minuten, um zu kämpfen.“
Gelingt den MT-Profis überhaupt nicht. 15 Minuten vor Schluss liegt Melsungen mit elf Toren hinten (22:33). Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet.
Am Ende verliert Melsungen 32:42. Und hat damit zehn Minuspunkte auf dem Konto – einen Zähler mehr als die Meisterschaftskonkurrenten Magdeburg (vier Spiele weniger), Füchse Berlin (ein Spiel weniger) und die TSV Hannover-Burgdorf, die nun mit neun Minuspunkten von der Tabellenspitze grüßt.

