
Wie französische Medien übereinstimmend berichten, wird gegen Nasser Al Khelaïfi, Präsident von Frankreichs Spitzenklub Paris Saint-Germain, strafrechtlich ermittelt.
Allerdings geht es dabei nicht um seine Tätigkeiten als PSG-Boss – trotzdem könnte dies enorme Auswirkungen auf den Verein habe.
Die Ermittlungen richten sich gegen Al Khelaïfi in seiner Funktion als Verwalter des katarischen Staatsfonds. Der Verdacht: Machtmissbrauch!
Hat PSG-Boss Al Khelaïfi Stimmen gekauft?
Hintergrund: Al Khelaïfi soll in die „Lagardère-Affäre“ verwickelt sein. 2018 wurde enthüllt, dass im Vorstand des Medienkonzerns Lagardère, an dem eine Tochtergesellschaft des katarischen Fonds beteiligt war, Stimmen gekauft worden waren, um mehr Einfluss auf die Unternehmensführung zu bekommen. Der PSG-Boss soll dabei seine Stellung ausgenutzt, um die Abstimmung im Vorstand diesbezüglich zu beeinflussen.
Ob die Vorwürfe zutreffend sind, sollen jetzt die Ermittlungen ans Licht bringen. Der Katarer bestreitet die Anschuldigungen vehement und versicherte, dass er „keinerlei Verbindung“ zu diesem Fall habe.
Diese Affäre könnte auch PSG in eine tiefe Krise stürzen. Denn wie „RMC“ berichtet, droht Katar, sein Engagement beim Frankreich-Klub wegen der Affäre zu beenden. Fonds Qatar Sports Investments ist 2011 groß bei den Parisern eingestiegen, hatte die Mehrheitsanteile erworben. Seitdem wurden Milliarden in den Verein gepumpt, um insbesondere die Mega-Transfers von Neymar für 222 Millionen Euro, Kylian Mbappé für 180 Millionen Euro und Lionel Messi nach Paris zu realisieren.
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Sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten, will Katar sich als Hauptsponsor von PSG zurückziehen. Auch beim TV-Sender BEIN Sports wolle man als Investor aussteigen, heißt es in den Berichten.
PSG droht als seinen wichtigsten und größten Sponsor zu verlieren. Wird in Paris also bald der Geldhahn zugedreht?

