
Einerseits haben sich die TSG-Bosse bessere Ergebnisse erhofft. Von 24 Pflichtspielen konnte Ilzer nur sechs gewinnen, holte im Schnitt 1,04 Punkte.
Vor allem aber nehmen Führungsspieler wie Andrej Kramaric (33/seit 2016 im Verein) Ilzer als Trainer nicht ernst. Er konnte sie von seiner vertikalen Spielidee nie überzeugen. Mittlerweile hat Ilzer seinen Stil über Bord geworfen. Ihm wird nicht zugetraut, mit der Mannschaft nachhaltigen Erfolg zu haben. Auch die Kabinen-Rede im Dezember, als Ilzer den Spielern zur Motivation einen Dildo als Symbol für Kraft und Männlichkeit zeigte, verbesserte sein Ansehen nicht.
Adeyemi über seine Auswechslung: „Natürlich war ich sauer“
Nach dem Mainz-Spiel sagte Kramaric zur angespannten Stimmung: „Ich rede eigentlich immer ehrlich, aber auch heute werde ich nicht die ganze Wahrheit sagen.“ Dabei sprach er auch sein Wut-Interview nach der 0:5-Pleite bei den Bayern an: „Ich würde sterben für diesen Verein, deshalb war ich so sauer. Ich habe mich damals gefragt: Was ist hier los? Ich glaube, wir verdienen viel, viel mehr.“
Ein möglicher Nachfolgekandidat für Ilzer ist Lukas Kwasniok (43/Paderborn).
