
Die stille Krise der Veolia Towers Hamburg. Nach gutem Saisonstart schmierte das Team von Trainer Benka Barloschky (36) ab. Von 16 Pflichtspielen gewannen die schwankenden Türme gerade mal vier! Die Konsequenz: nur Fünfzehnter in der Easycredit Basketball Bundesliga und Schlusslicht im EuroCup.
Kein Wunder, dass Barloschky die Truppe schon am Dienstag wieder zum Training zusammentrommelte – so früh wie kaum ein anderes Team in der Länderspielpause.
Doch das ist nicht die einzige Konsequenz …
Die Towers holen einen Rekord-Mann zurück in die Liga! Sein Name: Johnathan Stove (28).
„Wir haben nach einer Verstärkung gesucht und glauben, in Jonathan genau den Spieler gefunden zu haben, den wir brauchen“, sagt Barloschky. „Seine Physis an beiden Enden des Spielfeldes wird uns guttun. Dazu hat er letztes Jahr schon bewiesen, dass er in der BBL einen Impact haben kann, bringt also ein gewisses Maß an Erfahrung mit. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“
Die wuchtige 1,93 Meter-Kante war letzte Saison Top-Scorer beim Syntaincs MBC (16,4 Punkte pro Spiel) und stellte im März gegen die Niners Chemnitz mit 41 (!) Punkten einen Klub-Rekord auf! Nach der erfolgreichen Saison wechselte der Shooting Guard aus Louisiana zum griechischen Erstligisten Maroussi. Doch aktuell läuft es dort mies!
Hamburg Towers holen Rekord-Mann Johnathan Stove zurück in die BBL!
Maroussi ist Vorletzter. Stoves Punkte-Schnitt (10,2) rauschte in den Keller. Und auch seine Dreier-Quote (nur 21,4 %) ist im Vergleich zu Weißfenfels (38 %) eingebrochen. Die Folge: Stove durfte gehen – und unterschrieb bei den Türmen bis Saison-Ende.
Kurioser Basketball-MomentER kann einem Leid tun
Damit haben die Hamburger stand jetzt sieben Import-Spieler im Kader. Weil jeweils nur sechs eingesetzt werden dürfen, erhöhen Barloschky und Willoughby ab sofort den Druck in der Wohlfühlgruppe. Willoughby: „Mit der Verpflichtung von Johnathan wollen wir unserem Team in erster Linie mehr Physis verleihen. Gleichzeitig wollen wir durch die Hereinnahme eines siebten Importspielers aber auch die Konkurrenzsituation im Training noch einmal steigern. Wir wollen alles dafür tun, die Ergebniskrise schnellstmöglich loszuwerden.“



