
Eine neue Heimmacht wollten sie werden. Das waren sie bisher auch. Doch das 31:36 gegen den THSV Eisenach war für den SC DHfK Leipzig ein heftiger Rückfall.
Vor über 5000 Fans kassierten die Sachsen in diesem Ost-Duell die vierte Pleite in Folge – und rutschen damit in die Ossi-Krise.
Angesichts von 36 Gegentoren ging die Kritik vor allem in eine Richtung. Trainer Runar Sigtryggsson (52): „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren. Wir haben das ganze Spiel überhaupt keine Zweikämpfe geführt. Wir haben es sehr schlecht verteidigt. Mit so einer Einstellung in der Abwehr ist es auch schlecht für die Torhüter. Dafür habe ich kein Verständnis.“ Weiter sagt er: „Wenn man nicht bereit ist, die Zweikämpfe zu führen, dann gewinnt Eisenach. Das ist ganz klar. Das war viel zu einfach.“
Noch deutlicher wurde Kapitän Lukas Binder (32). Er sagte bei Dyn: „Wir waren jetzt anderthalb Jahre lang die Kinder von Eisenach. Die haben uns ausgelacht und sportlich und mental dominiert. Das war heute leider wieder der Fall. Wir waren nicht auf der Höhe, wo wir sein müssen. Da muss sich jeder einzelne bei uns hinterfragen. Wir haben das nicht als Mannschaft angenommen.“
Handball: Leipzig-Kapitän rechnet mit seiner Mannschaft ab
Er gibt zu: „Es ist schwer, jetzt nicht auszurasten. Hier zu Hause will ich keine 36 Gegentore kriegen und das mental schwächere Team sein. Das geht nicht hier in Leipzig.“
Kreisläufer Moritz Preuss (29) sagt: „Wir haben über keine Minute die Abwehr gestellt, die wir wollten. Vorn mussten wir dann in jedem Angriff treffen, weil wir das Gefühl hatten, dass wir hinten nichts holen. Das ist natürlich Mist und ärgerlich, dass es wieder so aussah wie vor zwei Wochen.“
Da flog Leipzig bereits im DHB-Pokal in Eisenach raus.
Er dreht sich wie ein TornadoHandball-Profi mit absolutem Wahnsinns-Tor


