
Bei der HSG Wetzlar holt der SC Magdeburg einen 32:29-Erfolg. Damit bleiben die Magdeburger (11 Minuspunkte) weiter im Meisterschaftsrennen – mit einem Zähler mehr als Berlin und Melsungen (je 10 Minuspunkte) bei drei Spielen weniger.
Philipp Weber (32) macht schon vor dem Angriff am Dyn-Mikrofon deutlich, für wen die SCM-Jungs im Saison-Endspurt nun alles geben: „Natürlich wünschen wir Matze alles Gute und ganz viel Kraft. Bei uns als Team gilt es jetzt, für ihn weiter die Ziele zu verfolgen, dass er nächstes Jahr mit uns auch wieder in der Champions League spielen kann.“
Der Magdeburg-Star erzählt weiter: „Matze ist gestern auch mit uns hier Richtung Wetzlar gekommen, ist dann direkt weiter in die Schweiz gefahren, wurde heute Morgen operiert.“
Im TV sieht der frisch operierte Publikumsliebling, wie seine Mannschaft die nächsten wichtigen Bundesliga-Punkte sammelt. Und dass Wetzlar richtig motiviert ins Spiel startet: Dank drei Toren von Philipp Ahouansou (23) führt die HSG nach 7 Minuten mit 3:2.
Dann legt Magdeburg los und setzt sich nach 13 Minuten auf 7:4 ab. Doch Wetzlar bleibt dran, und Wiegert ist nicht zufrieden mit der Umsetzung seiner Vorgaben.
Wie geht das denn?: Plötzlich klebt der Ball HIER fest
Beim Stand von 13:11 (25.) nimmt er die Auszeit, schreit wutentbrannt: „Da brauchen wir auch nicht diskutieren. Fuck, Mann. Spielt Handball. Die nehmen ne Auszeit. Wir sagen den Angriff an in deren Auszeit, und das ganze Timing ist null da. Das ist unser Kopf.“
Offenbar die perfekten Worte! Die Magdeburger ziehen auf 17:11 davon und gehen mit 17:12 in die Pause.
Lukas Mertens sagt in der Halbzeit bei Dyn: „Wir haben ein mega Tempo hingelegt – genau das, was wir uns vorgenommen haben. Dadurch machen wir die einfachen Tore. Deswegen führen wir jetzt auch mit fünf Toren.“
Der Linksaußen, auf dem durch den Wegfall von Musche nun besonders viel Druck und Spielzeit lastet, ergänzt: „Nicht so gut ist natürlich unser Positionsangriff. Wir gewinnen die Zweikämpfe nicht, wie wir das wollen. Da wird jetzt gleich in der Kabine ne kleine Ansage kommen, und dann wird das in der zweiten Halbzeit besser gemacht.“
Doch es ist Wetzlar, die einen Top-Start in die zweite Hälfte finden. Nach 35 Minuten steht es nur noch 18:17 für den SCM. Aber die Wiegert-Jungs kämpfen sich rasch zurück und führen wieder mit fünf Toren (25:20/43.). Am Ende steht der 32:29-Pflichtsieg – auch dank Keeper Sergey Hernández (7 Paraden). Bester Werfer: Omar Ingi Magnusson (28) mit 10 Toren.
Jetzt gilt: Schnell regenerieren – und dann alles raushauen beim Viertelfinal-Rückspiel in Veszprem am Donnerstag (18.45 Uhr/Dyn).

