
Für Schiedsrichter Marco Antonio Ortiz hat eine Begegnung mit Lionel Messi knallharte Folgen. Der nord- und zentralamerikanische und karibische Fussballverband CONCACAF sperrt den Mexikaner für sechs Monate. Das berichtet unter anderem „ESPN“.
Der Grund ist genauso kurios wie hart. Der Fifa-Schiri hatte den Superstar von Inter Miami nach dem CONCACAF Champions Cup gegen Sporting Kansas City (1:0) am Mittwoch nach einem Autogramm gefragt.
Der mexikanische Schiedsrichter Marco Antonio Ortiz (38) wurde wegen seiner Autogramm-Anfrage von der CONCACAF aus dem Verkehr gezogen
Das Andenken sei für ein „Familienmitglied mit besonderen Bedürfnissen“ gedacht gewesen. Doch die scheinbar harmlose Bitte stehe „nicht im Einklang mit dem Verhaltenskodex“ des Verbandes. Es wurde umgehend ein Disziplinarverfahren eingeleitet, dass nun in der Sperre mündete.
Der CONCACAF zufolge, habe Ortiz „seinen Fehler eingesehen, sich für den Vorfall entschuldigt und die von der Concacaf verhängten Disziplinarmaßnahmen akzeptiert hat“.
Versaut ihm die Messi-Bitte jetzt sogar die WM?
Ortiz leitete in seiner Schiri-Karriere bislang mehr als 200 Fußballspiele. Seit sechs Jahren ist er auch beim Weltverband Fifa als Schiedsrichter gelistet.
Die Sperre könnten für ihn nun dramatische Folgen haben. Eigentlich wurden Ortiz gute Chancen auf einen Platz im Schiedsrichter-Aufgebot bei der WM 2026 in den USA, Kanda und seinem Heimatland Mexiko zugeteilt worden. Doch laut dem früheren mexikanischen Spitzen-Schiri Marco Rodríguez (51/sechs Einsätze bei Weltmeisterschaften) könnte er durch den Vorfall in Ungnade gefallen sein.
Rodríguez Fazit auf X: „Ortiz verabschiedet sich von der Möglichkeit auf eine WM-Teilnahme.“
Messi hatte Inter Miami im Champions-Cup-Hinspiel gegen Kansas bei eisigen Temperaturen zum 1:0-Sieg geschossen. Das Rückspiel steigt am Mittwoch in Florida. Dort geht es dann um den Einzug ins Achtelfinale.

