
Fußball total verrückt in Spanien …
In der zweiten Rundes des spanischen Pokals wirft der UD Logrones Erstliga-Klub FC Girona raus! 4:3 siegt der Viertligist im Elferschießen – und ein Youngster wird in der Partie zum Mega-Helden!
Was war passiert?
Der krasse Außenseiter hält über 90 Minuten ein 0:0 gegen Girona, das Spiel muss in die dramatische Verlängerung.
Kurz vor der Halbzeit der Verlängerung startet das Drama: Logrones-Keeper Enrique Royo knallt bei einem Rettungsversuch mit einem gegnerischen Stürmer zusammen. Der Torwart bleibt benommen liegen, sofort eilen Mediziner aufs Feld, behandeln den Verletzten.
Schnell ist klar: Royo muss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Pech für Logrones: Trainer Sergio Rodríguez hat bereits das Wechselkontingent ausgeschöpft. Für den verletzten Royo stellt sich der 19-jährige Pol Arnau zwischen die Pfosten.
Und der Verteidiger macht seine Sache super. Bis zum Abpfiff nach 120 Minuten lässt Arnau keinen Gegentreffer zu, hält das 0:0 bei den Chancen für Girona fest.
Im Elferschießen wird’s dann komplett vogelwild. Einen Strafstoß von Spaniens Nationalspieler Abel Ruiz hält Arnau ganz stark. Allerdings scheitert anschließend auch Logrones-Profi Jon Madrazo an Keeper Pau Lopez.
Als fünfter Girona-Spieler tritt Cristhian Stuani an. Der Stürmer aus Uruguay nagelt das Leder an die Unterkante der Latte, von dort springt der Ball deutlich hinter die Torlinie, dann zurück ins Feld.
Unfassbar: Dieser Treffer von Cristhian Stuani zählte nicht
Unglaublich und bitter für Girona: Das klare Tor wird von Schiri Ricardo de Burgos nicht gegeben, obwohl der Linienrichter in Höhe der Torlinie beste Sicht auf die entscheidende Szene hatte.
Nachdem anschließend Yasin Iribarren zum 4:3 trifft, brechen in dem Stadion alle Dämme. Seine Mitspieler werfen Pol Arnau in die Höhe, feiern den Helden des Spiels.

Da hebt er ab! Seine Mitspieler lassen Pol Arnau hochleben
Ein ganz besonders emotionaler Moment für den jungen Spieler. Vor drei Jahren war sein Vater Francesc Arnau im Alter von 46 Jahren gestorben. Nun widmete der Sohn nach der Partie den Triumph seinem toten Vater.
Francesc Arnau war in seiner Karriere selbst ein erfolgreicher Torwart, stand zwischen 2000 und 2011 beim FC Barcelona (123 Spiele) und beim FC Malaga (125 Spiele) im Kasten. Nun wäre der Papa unheimlich stolz auf seinen Nachwuchs …
Torwart-Wahnsinn in EnglandER trifft in der Nachspielzeit


