
Der BVB hechelt der Liga-Spitze hinterher.
Nach zehn Spieltagen liegt Borussia Dortmund bereits zehn Punkte hinter Tabellenführer Bayern. Was auch damit zu tun hat, dass der BVB in der Vergangenheit gerne Spieler verpflichtet hätte, die sich bei anderen Klubs nun deutlich besser als die eigenen Profis präsentieren. Die jedoch nicht zu finanzieren waren.
SPORT BILD weiß: Die Borussia hatte im vergangenen Sommer großes Interesse, Michael Olise (22) zu verpflichten. Der Franzose stand in England bei Crystal Palace unter Vertrag. Sein Alter, sein Profil – es hätte perfekt zum BVB gepasst. Im Gegenzug hätte Dortmund gerne Donyell Malen (25) verkauft. Die Bosse erkundigten sich über mögliche Transfermodalitäten, prüften sämtliche Möglichkeiten. Mit dem Ergebnis: Olise ist zu teuer. Der FC Bayern gewann das Rennen – und zahlte 53 Millionen Euro für den Flügelstürmer, der im vergangenen September sein Debüt in der französischen Nationalmannschaft feierte.
Das Resultat: Malen (Vertrag bis 2026) soll zur Not schon im Winter verkauft werden, um noch eine Summe um die 25 Mio. Euro zu erhalten. Den Niederländer selbst hält nur noch wenig in Dortmund.
Ähnlich war es im Sommer 2023, als die BVB-Bosse über Mittelfeldspieler Granit Xhaka (32) diskutierten. Aber: Das Gesamtpaket, das der Schweizer kosten sollte, wurde als zu hoch beurteilt. Xhaka erhielt bei Bayer Leverkusen einen Vertrag bis 2028. Inklusive der Ablöse an den FC Arsenal (rund 15 Mio. Euro) kostet er über die Vertragslaufzeit insgesamt etwa 50 Millionen Euro.
So liegt die Hoffnung der Borussia-Bosse darauf, dass die eigenen Talente den Sprung zum Superstar schaffen. Das beste Beispiel dafür ist Flügelspieler Jamie Gittens (20). Auch Karim Adeyemi (22), Maximilian Beier (22) und Julien Duranville (18) sollen in dieser Saison möglichst viel Spielzeit bekommen, um den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.
Sind sie etwa deshalb nicht gut?Großkreutz-Theorie über die Dortmund-Krise!


