Frau stirbt im Krankenhaus
Polizei schießt Angreiferin nach Messerattacken in München nieder
07.06.2025, 21:27 Uhr
Schrecken am Abend in München. Eine Frau greift auf der Theresienwiese Menschen mit einem Messer an und verletzt sie. Die Polizei schießt sie nieder. Trotz Notoperation erliegt die 30-jährige Angreiferin im Krankenhaus ihren Verletzungen .
Nach Messerangriffen auf mehrere Menschen ist an der Theresienwiese in München eine Frau von der Polizei erschossen worden. Nach Polizeiangaben hatten die Beamten auf die 30-Jährige geschossen, sie wurde ins Krankenhaus gebracht und erlag dort ihren Verletzungen. Wie die “Bild”-Zeitung berichtete, sei sie zuvor notoperiert worden.
Die Frau habe zunächst im Bereich der Westendstraße hinter der Theresienwiese einen 56 Jahre alten Mann mit einem Messer verletzt, teilte die Polizei mit. Er wurde leicht verletzt und ambulant behandelt. Wenig später habe sie an der Schwanthalerhöhe eine 25-jährige Frau mit dem Messer verletzt. Ihr Verletzungsgrad ist noch unklar, jedoch bestehe keine Lebensgefahr . Die Polizei konnte nicht sicher sagen, ob die Frau mit den beiden Opfern in Beziehung stand – dies sei aber eher unwahrscheinlich.
Mehrere Streifen rückten aus, um die in München wohnhafte 30-Jährige festzunehmen, die aber weiter mit dem Messer hantierte. Daraufhin habe die Polizei geschossen. Wie viele Schüsse fielen, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Ermittlungen dauerten noch an. Es soll sich laut der “Bild”-Zeitung um eine 30-jährige Bulgarin handeln.
Es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit, hatte die Polizei am Abend in einer kurzen Erstinformation an die Medien mitgeteilt. Die Tat ereignete sich an der Theresienwiese, wo alljährlich im Herbst das Oktoberfest stattfindet. Dieses Ereignis zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an und ist einer der größten Volksfeste der Welt. Die Erschießung der Angreiferin unterstreicht jedoch die potenziellen Sicherheitsrisiken, die mit solchen massiven Menschenansammlungen verbunden sind.
Der Fall weckt Erinnerungen an eine Tat auf dem Hamburger Hauptbahnhof vor rund zwei Wochen: Eine Frau hatte auf einem Bahnsteig für Fernzüge , der voller Menschen war, wahllos um sich gestochen. Bei dem Angriff wurden laut Polizei 18 Menschen verletzt . Beamte nahmen die 39-Jährige fest. Ein Haftrichter ordnete die Unterbringung der Verdächtigen in einer psychiatrischen Klinik an.
Die Sicherheitskräfte in Deutschland reagieren auf solche Vorfälle ernster denn je. Nach den Ereignissen in Hamburg und diesen Messerattacken in München steht die Prävention von Gewalt und der Schutz der Bürger immer mehr im Vordergrund. Innensenator Andy Grote betonte die Notwendigkeit, die Ressourcen für die Polizei zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Bürger sich in ihrer Stadt sicher fühlen können. Es bleibt abzuwarten, ob diese Vorfälle zu einer Änderung in den Sicherheitsstrategien führen werden.
Die Vorfälle werfen auch Fragen zur Psycho-Sozialen Gesundheit auf, da solche Attacken oftmals von psychisch belasteten Menschen ausgeführt werden. Die Zeitungen berichten zunehmend über den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Gewaltverbrechen. Experten fordern mehr Aufklärung und Informationen darüber, wie solche Vorfälle verhindert werden können.
Die Reaktionen der Öffentlichkeit sind gemischt. Während einige den Schutz der Bürger und die schnelle Reaktion der Polizei loben, gibt es auch kritische Stimmen, die bessere Präventionsstrategien fordern. Die Frage bleibt, inwieweit solche Taten in Zukunft verhindert werden können, ohne dass die Grundrechte der Bürger beeinträchtigt werden.

