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Was bewirken die  schärferen Kontrollen  an den deutschen Grenzen, die  Merz  und  Dobrindt  bei Amtsantritt durchsetzten? Die  Bundespolizei  zieht Bilanz.

Berlin – Der Chef der  Bundespolizei ,  Dieter Romann , hat nach 23 Tagen ein erstes Resümee zu den  verschärften Kontrollen  an sämtlichen deutschen Grenzen gezogen. Die  strengeren Kontrollen  inklusive Zurückweisungen von Asylsuchenden hatte  CSU -Innenminister  Alexander Dobrindt  am Tag nach der Kanzlerwahl von  Friedrich Merz  (CDU) angeordnet.

Den Vorwurf der  Polizeigewerkschaft  bezüglich einer  übermäßigen Belastung  der Bundespolizisten lehnte der Präsident der Bundespolizei entschieden ab. „Warum sollte die Bundespolizei heute mit rund 56.000 Mitarbeitern nicht das schaffen, was wir früher mit 10.000 oder mit 30.000 Beamten geschafft haben“, sagte Romann der Bild am Sonntag.

Grenzkontrollen unter Dobrindt und Merz: Laut Bundespolizei keine Beschwerden von Nachbarstaaten

Laut Romanns Aussagen gibt es auf operativer Ebene keine  Beschwerden  der deutschen Nachbarstaaten bezüglich der Grenzkontrollen. Der  Bundespolizei-Chef  erklärte, er habe mit sämtlichen seiner Amtskollegen wiederholt Gespräche geführt. „Mit manchen wöchentlich. Dabei habe ich viel Verständnis für unsere Maßnahmen erfahren. Eine Person aus diesem Kreis hat es wie folgt formuliert: ‚Na endlich!‘“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (M) und Markus Söder (2.v.r), bayerischer Ministerpräsident, an der Grenzkontrollstelle Kiefersfelden. Dieter Romann (2.v.l.), Präsident der Bundespolizei, hat Bilanz zu den Kontrollen gezogen. © Peter Kneffel/dpa

Bilanz der Grenzkontrollen unter Dobrindt und Merz – Großteil von Asylbewerbern zurückgewiesen

Gemäß den Informationen der Zeitung hat die  Bundespolizei  seit Einführung der verstärkten Grenzüberwachung am 8. Mai insgesamt  3387 illegale Einreisen  an allen Landesgrenzen dokumentiert.  2613 Migranten  wurde die Einreise verweigert. Unter den  160 Menschen , die einen Asylantrag eingereicht hatten, erhielten  125 eine Abweisung . Die Einreise wurde hingegen  35 Geflüchteten  gestattet, da sie entweder gesundheitliche Probleme aufwiesen oder mit Kindern unterwegs waren.

Illegale Einreisen3387
Zurückweisungen2613
Zurückweisung von Asylsuchenden125 von 160

Bundespolizei-Chef weist Kritik an Dobrindts Grenzkontrollen zurück und zieht Bilanz

Zuvor hatte es Kritik an der Ausweitung der deutschen Grenzkontrollen gegeben: Die  Gewerkschaft der Polizei  sieht die  Einsatzkräfte  der Bundespolizei an der Belastungsgrenze. Diese sei „nicht nur erreicht, sie ist für viele längst überschritten“, sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei für die Bundespolizei,  Andreas Roßkopf , der Rheinischen Post am Freitag (30. Mai). In einer Umfrage der Gewerkschaft unter bislang rund  2000 Einsatzkräften  hätten rund  70 Prozent  angegeben, die Grenzkontrollen als nicht länger durchhaltbar zu halten.

Bundespolizei-Chef dementiert Abzug von Polizisten aus Bahnhöfen durch Grenzkontrollen

Romann widersprach dem. Er führte aus, dass die  Bundespolizei  permanent etwa  9800 Beamte  an ihren regulären Dienstorten entlang der Landesgrenzen stationiert habe. Nach der Wiedereinführung temporärer Kontrollen an allen neun Landesgrenzen am 16. September 2024 sei die Standardbesetzung um nahezu  1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  aufgestockt worden. Mittlerweile sind laut Bild-Informationen an den Grenzen  13.000 bis 14.000 Bundespolizisten  im Einsatz.

Romann dementierte auch, dass für die Grenzkontrollen  Einsatzkräfte  aus alternativen Tätigkeitsbereichen wie Bahnhöfen abkommandiert würden. „Die Stärke der Bahninspektionen wird dafür nicht angetastet, auch nicht vorübergehend.“ (smu mit AFP)



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