Den DHB-Pokal hat der THW Kiel schon mal eingesackt. Jetzt greift der deutsche Rekordmeister auch nach dem zweiten Pott.

Nach dem 35:30 gegen Limoges Handball (Hinspiel 26:26) hat der THW das Final4 der European League als erster der vier Klubs erreicht. Aber das war lange Zeit ein ziemlich hartes Stück Arbeit gegen den Franzosen-Klub, der erst 2005 gegründet wurde.

Handball: THW Kiel greift auch in der European League nach dem Pott

Vor 6294 Fans erzielte Hendrik Pekeler nach 8 Minuten die erste Führung zum 4:3. Sicherheit brachte das nicht. Nach zwei schnellen Tempotoren und einem 11:13-Rückstand war Trainer Filip Jicha zur ersten Auszeit gezwungen.

Foto: BILD

Immerhin: Die kurze Ansprache („Wir müssen geduldig bleiben“) wirkte. Patrick Wiencek traf zur knappen Pausenführung (16:15). Der Kreisläufer kam in seinem letzten europäischen Heimspiel vor seinem Karriereende so richtig auf Touren, feierte jede gelungene Abwehraktion ab und machte die Fans in der Wunderino Arena heiß.

Nach der Pause kam der THW-Express dann vollends in Fahrt. Emil Madsen traf zur ersten Drei-Tore-Führung im Spiel (21:18/36.). Nun wurde es turbulent: Nach einem Zweikampf und etwas Trashtalk von Wiencek legte sich der Nigerianer Yusuf mit dem Kieler an – und wurde fortan vom Publikum bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

Wie geht das denn?: Plötzlich klebt der Ball HIER fest

Teaser-Bild

Quelle: DYN

Der THW dagegen spielte mit immer mehr Pfiff. Domagoj Duvnjak warf ein herrliches Rückhandtor zum 25:21 (43.). Am Ende gab es einen entspannten Sieg.

Das Final4 steigt am 24. und 25. Mai in Hamburg. Dort kann der THW nun sogar das Pokal-Double holen.



ttn-fr-36