Das war’s schon wieder.
Nach nicht einmal einem halben Jahr hat sich die AC Mailand von Trainer Paulo Fonseca getrennt. Das bestätigte der Portugiese nach dem 1:1 gegen die AS Rom am Sonntag selbst gegenüber „Sky Sport Italia“: „Ja, es stimmt. Ich verlasse Milan. So ist das Leben, ich habe ein reines Gewissen, weil ich alles getan habe, was ich konnte.“ Ein offizielles Statement vom Klub gibt es noch nicht.
Beim Duell gegen die Roma sah Fonseca kurz vor der Pause die Rote Karte – das passende Ende eines großen Missverständnisses. Der Trainer hatte die Rossoneri am 1. Juli 2024 übernommen und ist seitdem immer weiter von den internationalen Plätzen weggerutscht.
Aktuell belegt Milan in der Serie A den achten Platz, Tabellenführer Atalanta ist bereits 14 Punkte entfernt. In 24 Spielen hat es Fonseca auf einen Punkteschnitt von 1,75 pro Spiel gebracht. Zu wenig für die Verantwortlichen. Ein Gespräch zwischen Fonseca und den Eigentümern soll dann zum endgültigen Bruch zwischen den Parteien geführt haben.
Fest steht: Der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern. Laut „La Gazzetta dello Sport“, „La Repubblica“ und Transfer-Experte Fabrizio Romano soll Sergio Conceicao (50) der nächste Mailand-Trainer werden. Der Portugiese kennt die Serie A gut, hat einst unter anderem für den großen Stadtrivalen Inter Mailand gespielt.
Sergio Conceicao (damals 49) bei einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Achtelfinale mit Porto gegen Arsenal im März 2024
Conceicao stand bis zum Sommer 2024 beim FC Porto unter Vertrag, hat die Portugiesen sieben Jahre lang trainiert. In der Zeit wurde er dreimal portugiesischer Meister, viermal Pokalsieger und hat dreimal den portugiesischen Supercup gewonnen.
Als Spieler war er viele Jahre in Italien unterwegs, Conceicao ist für Lazio Rom (1998 bis 2000, 2003), Parma Calcio (2000 bis 2001) und Inter Mailand (2001 bis 2003) aufgelaufen. Kurz nach dem Ende als aktiver Spieler startete er seine Trainer-Karriere. Zunächst als Co-Trainer bei Standard Lüttich (2010 bis 2011), nach Stationen bei Sporting Braga (2014 bis 2015), Vitoria Guimaraes (2015 bis 2016) und FC Nantes (2016 bis 2017) ist er 2017 dann in Porto gelandet. Nach sieben Jahren und 377 Pflichtspielen hat er den Klub im Sommer verlassen.

