
In einer Anhörung forderten die Anwälte von PSG am Montag 98 Mio. Euro von ihrem ehemaligen Star. Dabei geht es um eine Gegenforderung, nachdem Mbappé bereits 55 Mio. Euro vom französischen Top-Klub verlangt hatte. Kurios: Die Mega-Summe wollen sie gar nicht wirklich.
Renaud Semerdjian erklärte gegenüber AFP: „Kylian Mbappé schuldet PSG Geld durch die angewandte Taktik. Das Ziel ist nicht, die 98 Millionen Euro zurückzubekommen, sondern zu zeigen, dass er uns zwar Geld schuldet, seine Forderung aber unbegründet ist.“ Es ist die nächste Eskalations-Stufe im Streit zwischen den Parteien.
Rückblick: 2018 kam Mbappé für eine Ablöse in Höhe von 180 Mio. Euro aus Monaco nach Paris. Nach sechs Jahren verließ er den Klub aber im vergangenen Sommer, wechselte zu Real Madrid. Seitdem streitet er um ausstehende Gehaltszahlungen, die sich auf eine Summe von 55 Mio. Euro belaufen sollen (es geht um die Gehälter aus dem April, Mai und Juni 2024, das letzte Drittel einer Bonuszahlung für Mbappés einstige Vertragsverlängerung und einen „ethischen Bonus“ für die letzten Vertragsmonate).
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PSG dagegen behauptet, dass beide Seiten schon im Sommer 2023 eine mündliche Vereinbarung getroffen hätten, in der sie festgelegt hätten, dass Mbappé auf einen Teil des Geldes verzichtet, da er ablösefrei geht. Thomas Clay von der Mbappé-Seite dazu: „Eine Fantasie.“
Im September 2024 hatte der französische Liga-Verband LFP PSG zu der Zahlung dieser 55 Millionen Euro verurteilt, bei Mbappé sollen die aber nicht angekommen sein. Zuletzt war sich die Mbappé-Seite sogar sicher, dass PSG für die kommende Saison die Lizenz für die Champions League entzogen bekommen könnte, wenn die ausstehenden Zahlungen nicht erfolgen.
Anfang April beantragte der Stürmer dann sogar eine vorläufige Pfändung von 55 Mio. Euro von den Konten seines Ex-Vereins. Kurz danach fand die vorläufige Beschlagnahme der Millionen statt, das Geld werde bis zum 26. Mai eingefroren. Jetzt der Gegenangriff.
Mbappé soll zahlen, weil er mit seiner Forderung dem Champions-League-Finalisten schadet und damit dem Klub selbst Geld schulde. Vor dem Vollstreckungsrichter forderten die PSG-Anwälte neben den 98 Mio. von Mbappé auch das Gericht dazu auf, die Beschlagnahmung der Konten aufzuheben.



