
Der Sportvorstand des FC Bayern war in der Causa Thomas Müller (35) in Kritik geraten. Nun gab er in der TV-Sendung einen Fehler zu und erklärte eine seiner Äußerungen aus dem Januar, die wohl für Verwirrung bei Müller sorgte.
Eberl: „Ich habe im Januar diese Äußerung getätigt und um die baut sich berechtigterweise alles auf. Ich muss sagen, ich war vielleicht nicht so schlau, das zu sagen. Ich war aber auch nicht so schlau, weil ich auch einfach emotional war, weil ich mir eine Bundesliga und einen FC Bayern ohne Thomas Müller nicht vorstellen konnte.“
Der Sportvorstand hatte damals gesagt: „Er braucht ja nicht großartig verhandeln. Wenn er sagt, er hat Lust weiterzumachen, dann werden wir uns tief in die Augen schauen, schauen uns den Kader an und dann wird es weitergehen.“
Diese Aussage sieht er im Nachhinein als Fehler an.
„Es ist das passiert, was leider im Sport passiert. Die Einsatzzeiten von Thomas waren in der Hinrunde noch umfangreich, sind dann rapide abgefallen. Und dann haben wir uns halt in der sportlichen Leitung Gedanken gemacht, mit Christoph Freund zusammen, mit Vincent Kompany, wie soll der Kader für die Zukunft aussehen, wie gehen wir mit Spielern um, wo wir Verträge verlängern wollen. Wir haben dann irgendwann für uns in der Sportleitung eine Entscheidung gefällt, wo wir gesagt haben, okay, wir würden den Vertrag nicht verlängern wollen.“
Beim entscheidenden Schlichtungsgespräch am vergangenen Donnerstag mit Müller saß Eberl nicht mit am Tisch.
Zudem wurden Entscheidungen, die Eberl durchdrücken wollte – die Verpflichtungen von Jonathan Tah (29) oder Christopher Nkunku (27), das Vertragsangebot im vergangenen Sommer für Alphonso Davies (24) –, vom mächtigen Aufsichtsrat einkassiert.
Bei der Kaderplanung arbeitet Eberl eng mit Sportdirektor Christoph Freund (47) und Trainer Vincent Kompany (38) zusammen, gibt die Richtung vor.
Die Entscheidung für Kompany sowie die Verlängerungen mit Joshua Kimmich (30), Jamal Musiala (22) und Davies sind Erfolge. Wobei auch hier die Kritik intern nicht ausbleibt: Die Unterschriften hätten zu viel Geld gekostet.


