
Die Frankfurt Skyliners gewinnen im vorgezogenen Spiel vom 33. Spieltag der Easycredit Basketball-Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg überraschend mit 83:72.
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Dabei hätten sie noch gar nicht spielen sollen. Aber am eigentlichen Spieltag Anfang Mai ist die Süwag Energie Arena belegt, weil Comedy-Stars Mario Barth in Frankfurt auftritt. Daher geht es vier Wochen früher zur Sache. Spaß haben die Heim-Fans aber auch heute.
Obwohl sie einen ziemlich mauen Start mit zahlreichen Fehlwürfen erleben. Mickrige neun Punkte nach fünf Minuten bekommen sie zu sehen. Ganze acht Minuten dauert es, bis der erste Dreier der Partie fällt. Weil Oldenburgs Quote aus dem Feld richtig miserabel ist (nur 26 Prozent), führen die Skyliners nach dem ersten Abschnitt 20:15.
Und so geht’s auch weiter. Oldenburg wirft Fahrkarte um Fahrkarte. Dyn-Kommentator Chris Schmidt Mitte des zweiten Viertels: „Oldenburg mit 32 Prozent Trefferquote im Spiel. Gerade von draußen jenseits von Gut und Böse. Einer von zehn bisher.“
Und in der Defense sieht es nicht besser aus. Schmidt ungläubig: „Wahnsinn. 43 Gegenpunkte. Vielleicht muss da auch im Kopf mal der Schalter umgestellt werden.“ Zur Pause liegt der Favorit mit 34:50 zurück. Schmidts Halbzeitfazit: „Oldenburg hinten wie vorn deutlich unter den eigenen Möglichkeiten.“
Die zwei Gesichter der EWE Baskets. Zu Hause eine Macht (10 Siege aus 12 Partien), auswärts das zweitschlechteste Team der Liga. So reicht es nicht mal zu etwas Zählbarem beim Tabellenvorletzten in Frankfurt, dem ligaweit zweitschlechtesten Heimteam (nun 4 Siege in 12 Spielen).
Auch im zweiten Durchgang wird es aus Gästesicht nicht besser. Zwar ist ihr BBL-Topscorer Justin Jaworski (25/19,1 Punkte im Schnitt) einmal mehr bester Werfer des Spiels (21 Punkte), doch die Ausbeute seiner Nebenleute ist einfach zu dünn. Nur 37 Prozent der Würfe landen im Ziel. Zum Vergleich: Die Skyliners erzielen eine Quote von 51 Prozent.
So wird es nichts mehr mit den Playoff-Plätzen für den Meister von 2009. Dabei sind die noch absolut in Reichweite für den Tabellen-14. Die Liga ist brutal eng, der Dritte Chemnitz (zwei Spiele weniger absolviert) hat nur zwei Siege mehr. Da tut die dritte Pleite in Folge doppelt weh.
Oldenburgs Len Schoormann: „So gewinnt man keine Spiele. Wir können uns nicht immer auf die Offense verlassen, sondern müssen auch Defense spielen.“
Und die Skyliners? Nach sechs Pleiten aus den letzten sieben Spielen, darunter zuletzt drei in Serie, gewinnt der Aufsteiger mal wieder – und das hochverdient. Der ohnehin vorher schon so gut wie sichere Klassenerhalt ist damit praktisch geschafft. Zumal Schlusslicht Göttingen (erst ein Saisonsieg) im Parallelspiel die nächste Abreibung kassiert (75:92 gegen Hamburg).

