
Das schaffen nicht viele, aber Italiens Nationaltrainer Luciano Spalletti (66) ist es gelungen. Für das Balljungen-Gegentor der DFB-Elf erhielt Spalletti den „Goldenen Tapir“. Verliehen vom italienischen Privatsender Canale 5.
Der „Goldene Tapir“ ist ein Preis, den die Satire-Sendung „Striscia la notizia“ verleiht – ähnlich dem „Goldenen Pfosten“, den die „Heute Show“ zum Jahresende vergibt. Preisträger sind Promis und Politiker, die gedemütigt oder geschlagen wurden. Die Argumentation für Spalletti: Das Tor war die „größte Blamage“.
Spalletti bei der Verleihung: „Für das zweite Tor haben wir den Tapir wirklich verdient.“
Italien war am Sonntag in einem verrückten Spiel aus der Nations League ausgeschieden. Nach einem 1:2 im Hinspiel, reichte das Unentschieden (3:3) im Rückspiel gegen Deutschland nicht. Die Szene des Abends: Kimmichs Blitz-Ecke, die zu Musialas 2:0-Treffer geführt hatte. Die Italiener diskutierten noch, da hatte Kimmich vom Balljungen bereits die Kugel bekommen.
Spalletti erzählt in der Sendung weiter: „In der Umkleidekabine habe ich den Jungs gesagt, dass sie sich bewusst machen müssen, was wir tun, und dass ich eine Reaktion erwarte.“
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Darüber hinaus kündigte der Italien-Coach an: „Für die Weltmeisterschaft wird es jetzt etwas schwieriger, aber ich mache mit dieser Gruppe von Spielern weiter – trotz allem, was gesagt wird.“
Wie italienische Medien berichten, ist es für Spalletti bereits der dritte „Goldene Tapir“ seiner Karriere.


