
Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen“ sprach der Routinier kurz vor dem Champions-League-Kracher Bayern gegen Leverkusen (Mittwoch, 21 Uhr bei DAZN und im SPORT BILD-Liveticker) darüber, was für Trainer-Typen er in seiner Profi-Laufband hatte.
„Es gibt einige, die setzen auf klare Kommunikation. Und andere sagen, dass es zum Business dazugehört, dass die Spieler die Entscheidungen akzeptieren, ohne dass sie in einem gewissen Rhythmus erklärt werden“, erklärt Müller und liefert gleich ein Beispiel. „Thomas Tuchel ist da eher der zweite Fall. Wir haben anfangs mal ein Gespräch geführt, aber das war mehr so ein Willkommensgespräch.“
Müller: „Es gibt eine ungeheure Erwartung an die Trainer“
Die Bayern-Legende zur Position des Trainers beim Rekordmeister: „Das ist eben auch der FC Bayern, der Anspruch ist extrem hoch und trotzdem realistisch, weil wir halt der finanzstärkste Klub in Deutschland sind.“
Auch Otto Rehhagel, damals auf Platz zwei in der Liga, habe wahrscheinlich nicht gehen müssen, „weil alles super war“. Müller: „Es geht um das Ergebnis, aber es geht auch um die Frage, ob wir guten Fußball spielen. Wird das Potenzial ausgeschöpft? Und deswegen gibt es beim FC Bayern immer wieder Trainerwechsel, obwohl wir elfmal hintereinander deutscher Meister waren.“
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Wie sich die Bayern-Trainer unterscheiden
„Die einen sind sehr taktisch bezogen, achten auf sehr viele Details (…), andere haben den Kernpunkt, dass sie sich mehr um den Menschen kümmern. Du kannst im Fußball mit vielen verschiedenen Konzepten erfolgreich sein“, stellt Müller fest.
Es gebe Motivatoren und eben auch andere, „die das Emotionale sogar eher bewusst rausnehmen, um sich mehr auf das Sachliche zu konzentrieren“.
Und: „Selten war es so, dass wir denselben Typ von Trainer zweimal hintereinander hatten. Logischerweise, denn der neue Trainer soll ja neue Impulse geben. Der Mensch tendiert ja dazu, gerade das gut zu finden, was er nicht hat.“
Müller: „Deswegen hatte ich immer eine schöne Abwechslung.“


