
TBV Lemgo gegen die Füchse Berlin – da war vorher eigentlich alles klar – zumindest auf dem Papier. Elfter gegen Dritter, Lemgo mit nur 27 Toren im Schnitt, Berlin mit satten 34. Entsprechend besser auch die Wurfquote (71% zu 60%) der Gäste. Und als die Berliner nach sieben Minuten mit 4:1 führen, scheinen sich alle Prognosen zu bestätigen.
Krasse Szene: Mega-Beule schwillt in Sekunden an!
Doch die Truppe von TBV-Coach Florian Kehrmann hält immer dagegen, lässt sich nicht abschütteln, kann kurz vor der Halbzeit zum 12:12 ausgleichen und führen im zweiten Durchgang sogar mehrfach mit einem Tor.

Berlins Fuchs Mathias Gidsel im Dialog mit Lemgos Leve Carstensen
Dabei haben die Füchse gleich mehrfach in Überzahl die Gelegenheit, das Spiel zu kippen. 41. Minute (18:18): Lemgos Angriff abgepfiffen, doch Theilinger lässt den Ball nicht los. Ein schneller Gegenangriff – unmöglich. Logisch, dafür gibt’s zwei Minuten Zeitstrafe. Doch die Füchse nutzen es nicht.
Berlin nutzt Überzahl kurz vor Schluss nicht aus
Kurz vor Schluss erneute Berliner Überzahl: Es steht 24:24, als Lemgos Wagner überhart gegen Weltmeister Mathias Gidsel einsteigt. Wagner muss raus, doch die Berliner machen wieder nichts draus. Nach den zwei Minuten steht es immer noch Remis (25:25).
Dabei bleibt es auch. Erst das dritte Unentschieden in der Historie der beiden Klubs. Doppelt bitter aus Berliner Sicht: Tabellenführer Melsungen verlor in Magdeburg. Da hätte man den Rückstand noch. weiter verkürzen können …

Berlins Stefan Kretzschmar kniet am Boden
Lemgos Niels Versteijnen glücklich danach am Dyn-Mikro: „Wir haben miteinander gekämpft, können stolz auf uns sein. Es war ein Spiel auf Augenhöhe.“
Berlins Fabian Wiede enttäuscht aber ehrlich: „Es war gerecht. So ein Unentschieden ist immer bitter. Wir wissen, dass wir besser sind. Nur ein Punkt tut immer weh.“
Beste Spieler: Mathias Gidsel (Berlin, 9 Tore), Tim Suton (Lemgo, 7 Tore).

