
Beim 0:0 in Leverkusen zeigten die Münchner in der Offensive eine Harmlosigkeit, die es in dieser Form in der Bundesliga seit Beginn der Datenerfassung 1992 noch nicht gegeben hatte. Zwei Torabschlüsse, den ersten in der 74. Minute, die ihren Namen kaum verdienten – das war‘s.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl resümierte nach der Partie bei „Sky90“: „Wir haben gemacht, was eher untypisch für die Bayern ist. Wir haben gekämpft, wir haben gegrätscht. Grundsätzlich ist es nicht die Bayern-DNA, auf Unentschieden zu spielen. Bayer hat uns aber dahin gebracht.“
Ein Lob für die stark aufspielenden Leverkusener, die vieles richtig machten, am Ende allerdings mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein konnten. Bayer vergab beste Möglichkeiten, scheiterte zweimal an der Latte (Jeremie Frimpong in der 21. und Nathan Tella in der 25. Minute). In der Nachspielzeit schoss Florian Wirtz aus kurzer Entfernung knapp am Tor vorbei.
Eberl sprach am Rande des Top-Spiels auch über die personellen Entscheidungen des Rekordmeisters, die bereits getroffen wurden oder noch bevorstehen.
Zur Vertragsverlängerung mit Jamal Musiala (21) bis 2020 sagte er: „Tatsache war, dass wir mit Jamal schon direkt nach Weihnachten fast durch waren und dass wir im Januar schon die Zusage hatten. Und dann ging es ja noch darum, die ganzen Verträge zu formulieren, die Verträge zu schreiben.“
Zuvor hatten auch Manuel Neuer (bis 2026) und Alphonso Davies (bis 2030) neue Verträge unterschrieben. Offen ist noch die Personalie Joshua Kimmich, dessen Vertrag in München zum Saisonende ausläuft. „Wir wissen genau, was wir wollen, Josh weiß, was wir wollen. Jetzt hoffe ich auch, dass wir das über die Ziellinie bringen“, sagte Eberl, der nach dem Spiel bei Sky90 ergänzte, dass die Vertragsverlängerungen auch ein Zeichen für Kimmich seien: „Er möchte bei Bayern München bleiben, er möchte die Champions League gewinnen. Wenn er nicht bleiben wollen würde, würden wir nicht reden.“
Mit Thomas Müller habe es laut Eberl noch nicht das Gespräch über eine Vertragsverlängerung gegeben. Gleiches gilt für Leroy Sané und Eric Dier.
