
17 Tore in 17 Bundesliga-Spielen – und trotzdem meckern manche Kritiker: Nachdem Harry Kane (31) zwei Monate lang nur vom Elfmeterpunkt getroffen hatte und gegen die Spitzenklubs oft blass geblieben war (gegen Leverkusen ohne Torschuss), wurde die Diskussion um den Engländer immer lauter.
Für Marek Mintal (47) unverständlich. Der Ex-Bundesliga-Torjäger schießt im Interview mit der „tz“ scharf gegen die Kane-Kritiker: „Ich frage mich immer: Was wollen die Leute von einem Stürmer wie Harry? Will ich einen Topspieler, der fantastisch spielt, flankt und verteidigt? Oder einen Stürmer, der 40 Tore plus macht?”
Und weiter: „Harry macht jede Saison mehr als 40 Tore. Die Kritik an ihm ist Wahnsinn, die ist naiv und dumm! Elfmetertore muss man auch erst schießen. Harry lacht sich tot über eine solche Diskussion. Eine solche Kritik ist einfach nicht korrekt.“
Und das Tor-Phantom muss es wissen: Für den 1. FC Nürnberg absolvierte Mintal 179 Ligaspiele, erzielte 66 Tore, wurde dreimal Torschützenkönig und einmal Pokalsieger 2007.
Nach seiner aktiven Spieler-Karriere durchlief er mehrere Trainer-Stationen bei seinem Herzensverein und der slowakischen Nationalmannschaft, aktuell steht er beim Regionalligisten SpVgg Bayreuth an der Seitenlinie und darf sich Hoffnungen auf den Aufstieg in die Dritte Liga machen (3 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer).
Was Matthäus dazu sagt: „Kane-Diskussion im Umlauf“
Aber nicht nur von Kane zeigt sich der Ex-Stürmer bei den Bayern begeistert: „Ein Phänomen ist für mich Thomas Müller. Wie Manuel Neuer ist er seit x Jahren im Verein und zeigt regelmäßig Topleistungen. Eventuell kommt er nicht mehr so oft zum Einsatz wie früher, aber er macht trotzdem Buden und Assists, er ist einer, der marschiert.“

