
Am Freitag hatte er bei der knappen Auswärtsniederlage (85:90) bei Olympiacos Piräus noch gespielt. Knapp 40 Stunden später beim BBL-Spiel in Göttingen (109:83) war Trevion Williams (24) bereits nicht mehr im Kader.
Alba hatte genug von dem US-Amerikaner, ließ ihn zu Maccabi Tel Aviv ziehen.
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Zum wiederholten Mal hatte es Wechselgerüchte um ihn gegeben, zuletzt vor zwei Wochen. Die Folge: Viel Unruhe im Team und schwankende Leistungen bei Williams. Vor allem defensiv fehlte ihm häufig die nötige Aufmerksamkeit. Offensiv versuchte er zu viel, nach gutem Start verlor er zuletzt seine Starter-Rolle.

Versuchte die Schwankungen bei Trevion Wllliams zu erklären: Albas Sportdirektor Himar Ojeda
Sportdirektor Himar Ojeda (52) versuchte das Williams-Problem zu erklären: „Er hat bei uns von Beginn an sehr viel Verantwortung getragen. Und am Ende war es zu viel für ihn, würde ich sagen“, so Ojeda nach der Kaunas-Niederlage am Dienstag.
Bestes Beispiel: Williams‘ Leistung in seinem letzten BBL-Heimspiel gegen Ludwigsburg. Als Starter auf dem Parkett, holt ihn Coach Israel Gonzalez nach dreieinhalb Minuten wieder runter – da steht es bereits 2:11.
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Knapp zehn Minuten sitzt Williams draußen. Alba kämpft sich in der Zeit auf 15:19 zurück, als er für David McCormack wieder ins Spiel kommt. Was folgt, ist eine Leistungs-Implosion: Foul, Ballverlust. Dazu macht Ludwigsburg unterm Alba-Korb, was sie wollen. Zwei Dunks, ein Korbleger, ein Tip-In – alles Punkte, die der „Big Man“ Williams in seinem Arbeitsbereich verhindern sollte. Und so steht es nur vier Minuten später bereits 16:31.
Gonzalez hat genug gesehen und setzt Null-Punkte-Williams für den Rest des Spiels auf die Bank. Alba verliert mit 60:74.

Israel Gonzalez und Trevion Williams fanden nicht zusammen
Erklärungsversuche zu den schwankenden Williams-Leistungen von Ojeda: „Er ist erst das zweite Jahr in Europa. Es war zu viel Druck dafür verantwortlich zu sein, dass Team oben in der Tabelle zu halten. Das war einfach zu viel“, so der Spanier verständnisvoll zu Wochenbeginn. „Darunter hat er mental gelitten. Und das hat ihn in eine schlechte Situation gebracht.“
Und als jetzt die Maccabi-Anfrage reinflatterte, zögerten die Berliner nicht lange und trennten sich von Williams.
Auch ein Grund für die schnelle Entscheidung: Neu-Center David McCormack (25) kommt immer besser ins Spiel, wird zu einer beständigen Größe. „Er hat die Eingewöhnung verkürzt, weil er eine großartige Einstellung hat und sehr schnell lernt. Er ist ein guter Typ, bringt sehr viel Energie“, lobt Ojeda.
Und weil Williams noch Vertrag bei Alba bis 2026 hatte, kassierten die Berliner noch eine Ablöse von rund 200.000 Euro, sparen dazu sein Gehalt. Die beste Lösung für alle Beteiligten …

