
Sie sind das jüngste Team der Easycredit Basketball Bundesliga. Aber sie lehren die alten Hasen das Fürchten.
Vor der Länderspielpause beendete die Löwen Braunschweig die Siegesserie der Niners Chemnitz (82:74), die zuvor fünf Partien in Folge gewonnen hatten. Jetzt stoppte das Team von NBA-Star Dennis Schröder (31/Brooklyn Nets) den nächsten Super-Lauf – und schlug den Syntainics MBC mit 76:70 (32:36).
Die Weißenfelser hatten vor dem FIBA-Fenster inklusive Pokal sogar sechsmal in Serie triumphiert – Vereins-Rekord! Obwohl der MBC den zweit-kleinsten Spieler-Etat (1,815 Mio. Euro) hat, war er das heißeste Team der Liga. Jetzt kassierten sie nach zwei Monaten (!) wieder eine Niederlage.
Nächste Überraschung in der BBL: Schröder-Team wird zum Serien-Killer!
Weil das Team von Trainer-Fuchs Jesus Ramirez (44) dank guter Defensiv-Arbeit die beste Offensive der Liga (zuvor 87,8 Punkte im Schnitt) klein hielt.
„Das Spiel hat sich im vierten Viertel umgedreht, da haben wir vor allem unsere Intensität in der Defense hochgedreht und dadurch den Sieg geholt“, freute sich Center Gavin Schilling (29).
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte war der MBC im dritten Viertel auf 14 Punkte weggezogenen. Schilling: „In den ersten drei Viertel haben wir zu viele Ballverluste gehabt und Offensiv-Rebounds zugelassen. Wir haben einfach unser Spiel nicht gespielt. Dann sind wir endlich aufgewacht.“
Top-Scorer des Nachmittags war Löwen-Kollege Tre Mitchell (24) mit 19 Punkten (und 5 Rebounds).
MBC-Star macht Dyn-Kommentator fassungslos
Für das Highlight sorgte allerdings Weißfels‘ Ty Brewer (24). Im zweiten Viertel stopfte der 2,01-Meter-Mann erst einen spektakulären Alley-oop-Dunk in den Braunschweig Korb. Dann rannte er mit irrer Geschwindigkeit übers ganze Feld zurück – und blockte unter dem eigenen Ring einen Wurf von Sananda Fru (21).
Autsch!Basketballer kracht in Kommentatoren rein
„Was ein Block! Der war doch vor ein paar Sekunden noch vorne beim Dunk?!“, staunte Dyn-Kommentator Fabrice Kao fassungslos. „Ich werd‘ nicht mehr! Der Mann ist die 100 Meter in unter 10 gelaufen.“
Naja, nicht ganz …
Zwischen den beiden Szenen lagen rund 28 Meter und sieben Sekunden. Trotzdem hat die Szene ihren Platz in den Top-10-Highlights der Saison sicher!
Tatsächlich kippte das Momentum kurz durch den Doppel-Wumms von Brewer. Doch die Löwen kämpften sich im Schlussviertel zurück und gingen 3:13 Minuten vor dem Ende in Führung. Brewer: „Wir müssen weiterarbeiten, den Film ansehen und unsere Fehler korrigieren.“




