
Mehr Spitzenspiel geht gar nicht in der Daikin Handball-Bundesliga!
Der Tabellenführer empfängt den Dritten. Und die MT Melsungen trotzt dem personellen Engpass im Rückraum und schlägt die zuletzt so bärenstarke SG Flensburg-Handewitt 33:24 (15:13).
Handball-Bundesliga: Melsungen zerlegt Flensburg
Der Start verläuft für beide zäh. Sowohl Melsungen als auch Flensburg spielten unter der Woche in der European League, die Melsunger wirken in den ersten 15 Minuten müder als ihre Gäste. Flensburg, ohne den erkrankten Spielmacher Jim Gottfridsson, legt eine Zwei-Tore-Führung vor (12.), die Gastgeber schlagen aber zurück.
Nach 15 Minuten sind beim 6:6-Zwischenstand erst 12 Tore gefallen – eher wenig bei der Offensiv-Kraft, die in beiden Teams steckt. Bis zum 9:9 (18.) ist es ein Spiel auf Augenhöhe, dann zünden die Melsunger den Zwischen-Turbo und nehmen das 15:13 mit in die Pause.
Nach dem Wechsel flacht das zuvor höhere Niveau der Gastgeber kurz ab. Aus einem Drei-Tore-Vorsprung wird plötzlich ein 22:22 (46.). Dainis Kristopans, Alleinunterhalter im halbrechten Rückraum der Melsunger, wird wie seine Kollegen sichtlich müder.
Zehn Minuten vor dem Ende führt die MT dennoch 25:23. Bringen die Nordhessen den knappen Vorsprung auch über die Zeit? Ja, weil Melsungens Torwart Nebojsa Simic in den richtigen Momenten mit unfassbaren Monster-Paraden seine Kiste vernagelt.
29:24 in der 56. Minute, da kann nichts mehr schiefgehen. Tut es auch nicht mehr, Flensburg macht in den letzten zehn Minuten kein einziges Tor mehr. In dieser Form muss man Melsungen langsam auf dem Meister-Zettel ganz weit oben haben.
Melsungens Kapitän Timo Kastening: „Simic hat wieder fantastisch gehalten. Wir haben alle geackert wie die Schweine. Wir haben Flensburg in der Abwehr ein bisschen kaputt gestresst und genießen jetzt den Moment.“
Er dreht sich wie ein TornadoHandball-Profi mit absolutem Wahnsinns-Tor

