
In der Basketball-Euroleague läuft es für Alba mal wieder nicht. Nur zwei Siege, aber acht Niederlagen – Letzter! Immerhin: Bei Gabriele Procida (22) läuft es nicht ganz so schlecht.
Vorm Spiel bei Real Madrid (20.45 Uhr, Magenta Sport), immerhin Vize der Königsklasse, hatten die Berliner ein paar Tage Zeit, um sich von den Strapazen der letzten Wochen (zehn Spiele in 24 Tagen) zu erholen.
Profitiert von den vielen Ausfällen hat vor allem Procida. Der Italiener, der in der abgelaufenen Euroleague-Saison als „Rising Star“ ausgezeichnet wurde, obwohl er nur 25 der 34 Spiele absolvierte, war in den letzten Wochen einer der wenigen überzeugenden Alba-Profis.
„Ich nehme alles an, was auf mich zukommt“, so Procida im Interview mit Eurohoops. Albas Nachteil, die große Verletztenmisere, nutzt er zu seinem Vorteil: „Dadurch, dass nicht das ganze Team zur Verfügung steht, bekomme ich mehr Spielzeit und viele Gelegenheiten, in denen ich ein bisschen mehr riskieren kann. Ich fühle großes Selbstvertrauen. Und ich genieße es, dass ich in der Offensive mehr Verantwortung tragen kann“, erzählt der Italiener.
Autsch!Basketballer kracht in Kommentatoren rein
Höhepunkt: seine überragende Leistung beim sensationellen 105:101-Erfolg gegen Mailand. 13 Punkte lag Alba zurück, drehte das Spiel, siegte in der Verlängerung.
Und das ohne Matt Thomas, Martin Hermannsson, Yanni Wetzell, Will McDowell-White, Malte Delow, Justin Bean und Khalifa Koumadje. Procida stand 36 Minuten auf dem Feld, machte 29 Punkte (10 von 18 aus dem Feld), vier Rebounds, drei Assists.

Unbändiger Jubel von Martin Hermannsson mit Gabriele Procida nach dem Sieg gegen Mailand
„Ich bin gern der Anführer, mache gern die richtigen Ansagen. Gerade an die jungen Spieler, die derzeit sehr viel spielen“, beschreibt er seine Rolle. „Die sind zwischen 2004 und 2007 geboren, haben sehr wenig Erfahrung in der Euroleague. Ich mag es, Ihnen zu helfen. Sie sollen sich wohl fühlen. Und dabei gehe ich gern als gutes Beispiel voran.“ Klingt fast so, als wäre er selbst schon über 30 und hätte zehn Jahre Erfahrung in der Königsklasse …
Procida: „Jeder hilft hier jedem. Es spielt keine Rolle, wenn du versagst, Fehler passieren. Was zählt ist, dass du hart spielst, immer bereit bist, das Maximale zu geben.“

