
Was für ein wildes Bundesliga-Duell im Europapokal.
Der FC Bayern demontiert im Prestige-Duell in der Basketball-Euroleague Ligarivale Alba Berlin mit 115:86.
Aus der eigenen HälfteDIESER Wurf gehört in jede Highlight-Show
Damit halten gleich zwei Serien bei der einseitigen Angelegenheit vor 11.200 Fans im nagelneuen SAP Garden! München feiert beim fünften Euro-Auftritt daheim den fünften Sieg, bleibt ganz oben dabei (4.).
Alba kann sich Auswärtsfahrten in dieser Saison bislang eigentlich sparen. In der Euroleague ist es die vierte Auswärtspleite im vierten Auftritt in dieser Saison. Und auch in der Liga ist der Ex-Meister ein gern gesehener Gast, holte in der Fremde noch keinen einzigen Punkt (3 Spiele, 3 Niederlagen).
Schöne Aktion: In der ersten Viertelpause wird WNBA-Champion Leonie Fiebich (24) für ihren Titelgewinn in den USA mit New York Liberty geehrt. Fiebich (stammt aus dem bayerischen Landsberg) erhält ein Bayern-Trikot mit der Nummer 13 und einen Blumenstrauß.

Über den Rummel nach dem Titel sagt sie im Halbzeit-Interview bei Magenta: „Er ist sehr viel. Aber ich freue mich, da wir dadurch den deutschen Frauen-Basketball pushen können und das hilft uns sehr.“
Apropos Halbzeit: Da ist die Partie praktisch schon entschieden, Bayern liegt mit 62:42 vorne. Ein Mega-Comeback wie am Dienstag gegen Mailand (12 Punkte zurück zur Pause) schafft Alba diesmal nicht.
Alba zwischenzeitlich auf Kurs Rekord-Pleite
Stattdessen wird’s richtig heftig für Albas Rumpftruppe, die ohne sechs Verletzte und den suspendierten Komadje aufläuft. Einzig Yanni Wetzell war vor dem Spiel aus dem Riesen-Lazarett zurückgekehrt. Zum Ende des dritten Viertels (96:56) führen die Bayern mit unglaublichen +40!
Damit wackelt Albas bisherige Rekord-Pleite in Europa bedenklich! 2008 verlor man bei Tau Vitoria mit 65:106. Wird es diesmal noch fieser? Zum Glück aus Berliner Sicht nicht.
Heftig wird es trotzdem, weil einer mal wieder nicht zu halten ist: Euroleague-Topscorer Carsen Edwards (26). Zur Halbzeit schon bei 19 Punkten, zerlegt er Alba zusammen mit seinem kongenialen Partner Devin Booker (18 Zähler), macht am Ende 25 Punkte.
Alba-Youngster Elias Rapieque (20) mit klaren Worten: „So hoch zu verlieren, vor allem gegen Bayern, unseren größten Konkurrenten, ist kein schönes Gefühl, das ist scheiße. Auch wenn wir mit Schwierigkeiten hier hergekommen sind, vor zwei Tagen haben wir die große Überraschung gegen Mailand geschafft und der Ansatz hier war der gleiche. Heute hat es vielleicht ein bisschen an den Kräften gemangelt, wir sind nicht ganz hinterhergekommen. Die erste Halbzeit haben wir gut mitgehalten, bis Edwards dann heißgelaufen ist.“
Weiter geht’s für die deutschen Vorzeigeklubs am Sonntag. Bayern erwartet Bonn (15 Uhr/Dyn), Alba trifft auf Vechta (16.30 Uhr live im Free-TV bei Welt TV). Die schlechte Nachricht für die Berliner: Sie müssen wieder auswärts ran …
