
Die Handball-WM in Dänemark, Norwegen und Kroatien startet in rund zwei Monaten. Und so wie seine Jungs phasenweise gegen die Türkei (36:29) aufgetreten sind, möchte Bundestrainer Alfred Gislason (65) das nicht noch mal sehen.
Im ARD-Interview nach dem Sieg klagt der Isländer: „Wir verlieren einfach unsere Linie in diesen zehn Minuten schon sehr deutlich. Das darf dieser Mannschaft nicht passieren. Natürlich ist es so: Jeder will sich zeigen für die WM und heute ist das nicht allen gelungen.“
Rumms! Diese Worte des Bundestrainers sitzen.
Klar ist aber auch: Gegen die Türkei fehlten mit Christoph Steinert (34, HC Erlangen, Mittelhandbruch), Johannes Golla (27, SG Flensburg-Handewitt, muskuläre Probleme), Julian Köster (24, VfL Gummersbach, Innenbandriss), Juri Knorr (24, Rhein-Neckar Löwen, Daumenbruch), Marian Michalczik (27, TSV Hannover-Burgdorf, muskuläre Probleme), Tim Hornke (34, SC Magdeburg, Riss der Plantarfaszie), Philipp Weber (32, SC Magdeburg, Muskelverletzung rechter Oberschenkel) und Franz Semper (27, SC DHfK Leipzig, Knie) insgesamt acht Nationalspieler verletzt. Verständlich, dass die neu zusammen gewürfelte Konstellation etwas Zeit benötigt, um sich zu finden.
Für Gislason lief zu viel falsch gegen die Türken. Er sagt: „Ich war natürlich schon mit der ersten Halbzeit ziemlich unzufrieden, weil wir da viele technische Fehler machen. Wir suchen ein paar Mal den Kreisläufer viel zu früh. Wir spielen dem eigenen Kreisläufer zwei Bälle mindestens auf die Beine. Wir laufen schlecht zurück, kriegen über unsere rechte Abwehrseite ziemlich viele Tore.“
Der Bundestrainer schiebt ein kleines Lob hinterher: „Aber ansonsten war das im Innenblock mit Heymann und Fischer eigentlich ordentlich.“
Um dann noch mal richtig zu meckern: „Und nach der Pause, wo wir uns eigentlich vorgenommen haben, das Spiel ziemlich deutlich sofort zuzumachen, haben wir wirklich einen dummen Fehler nach dem anderen gemacht – ohne richtig Richtung Tor zu gehen. Und wecken die Halle und die türkische Mannschaft auf und geben denen Hoffnung, was eigentlich nicht passieren darf.“
Das hat Gislason seinen Jungs in einer sehr emotionalen Auszeit veranschaulicht. Danach lief es besser.
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„In der Abwehr haben wir es ein bisschen schwer gehabt. Andi kam überhaupt nicht mehr in Spiel. Und die Konstellation mit Stutzke und Fischer, die ja schon eingespielt ist, hat dann deutlich besser in der Abwehr gestanden. Mit der Zeit haben Lichtlein, Uscins und Grgic besonders spielerisch das alles gemacht“, lobt der Coach immerhin ein paar Spieler namentlich.

