
Wie geht es für Leon Goretzka weiter?
In der laufenden Saison kommt er bisher nur auf acht Kurzeinsätze mit insgesamt 134 Minuten Spielzeit. Viel zu wenig für einen Spieler mit Führungsanspruch und dem Wunsch, ins DFB-Team zurückzukehren. Das findet auch Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg.
Seltenes Bild in dieser Saison: Leon Goretzka (29) im Einsatz. Gegen Union wurde er für 21 Minuten eingewechselt
In seiner Kolumne für „t-online.de“ rät der Experte Mittelfeldstar Goretzka dringend zu einem Abschied vom FC Bayern. Effenberg: „Er muss langsam erkennen, dass er offenbar wirklich kaum eine Chance hat – und sich nun Gedanken machen, ob er nicht schon im Winter den Schritt gehen will, den er im vergangenen Sommer nicht gehen wollte. Er sollte ernsthaft an einen Wechsel denken.“
Trainer Vincent Kompany setze ganz offensichtlich nicht auf Goretzka, deshalb müsse dieser nun handeln, so Effenberg: „Er möchte spielen, er möchte in die Nationalmannschaft zurück – wie soll das funktionieren bei dem schweren Stand, den er in München hat? Ich bin mir auch sicher, dass ihm die Bayern keine Steine in den Weg legen würden. Es geht um seine Karriere.“
Hören Sie mal hin …War DIESE Kompany-Aussage geplant?
„Ein Spieler seines Kalibers muss aber den Anspruch haben in 40, 45 Spielen eines Jahres gesetzt zu sein“ erklärt Effenberg: „Das ist komplett ernüchternd“.
In den vergangenen Tagen hatten mehrere Medien berichtet, dass Goretzka die Bayern spätestens im kommenden Sommer Richtung Stuttgart verlassen könnte. Demnach prüfe der Vizemeister eine mögliche Verpflichtung des 57-fachen Nationalspielers. Nach BILD-Informationen wird ein Goretzka-Transfer zum VfB aber nicht zustande kommen. Neben finanziellen und hierarchischen Gründen, die gegen einen Wechsel nach Stuttgart sprechen, will Goretzka den Rekordmeister Stand jetzt nicht verlassen. Er hofft bisher weiter auf seine Chance. Möglich allerdings, dass ein Umdenken einsetzt, sollten seine Einsatzzeiten unter Kompany weiterhin so rar gesät bleiben.

