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50 Años de Rumble in the Jungle – Foreman: ¡Ali podría haberme matado!

teknomers 25 de Ekim de 2024 (Last updated: 25 de Ekim de 2024) 4 minutes read
50 Años de Rumble in the Jungle - Foreman: ¡Ali


SPORT BILD: Der „Rumble in the Jungle“ hat am 30. Oktober sein 50-Jahre-Jubiläum. Es ist der wohl berühmteste Box-Kampf aller Zeiten – zwischen Ihnen und Muhammad Ali in Kinshasa, in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Denken Sie noch oft daran, oder wollen Sie ihn lieber vergessen?

George Foreman (75): [–>Heutzutage sitze ich mit 20-Jährigen zusammen, die mich noch darauf ansprechen. Der Kampf ist das Einzige, durch das ich mit jungen Menschen noch ins Gespräch komme. Ich kann sagen: Ich war dabei! Nur dumm gelaufen, dass ich verloren habe. Es sind aber legendäre Begriffe geprägt worden: „Rope-a-dope“ und „Rumble in the Jungle“.

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Quelle: Instagram/AP/DYN22 de octubre de 2024

Wie entstand „Rope-a-dope“? So beschrieb Ali seine Taktik, sich von Ihnen ans Seil (rope) drängen zu lassen, damit Sie sich als der tottelige Gegner (dope) auspowerten.

Nach dem Kampf suchte ich die Dopingproben von Muhammad und mir, doch ich konnte sie nicht finden. Ich vermutete, dass mir jemand etwas ins Wasser gekippt hatte. Irgendein Mittel, das mich müde machte. Das bekam ein Journalist mit. Als Muhammad dann eine Pressekonferenz im Madison Square Garden in New York gab, wurde er danach gefragt: Was halten Sie von Georges Aussage, er wäre „doped“ ([–>ihm wäre ein Mittel verabreicht worden; d. Red.[–>) worden? Der Pressesprecher des Gardens, John Condon, flüsterte ihm ins Ohr: „Ja, George wurde rope-a-doped.“ Danach stand das überall in den Zeitungen. So erfuhr ich davon.

Ali redete im Ring ständig auf Sie ein, versuchte, Sie zu provozieren. Was sagte er?

Einmal traf ich ihn, und er sagte: „Komm schon, George, zeig mir, was du kannst.“ Da versuchte ich, ihm den Kopf abzuschlagen. Er redete viel, aber das meiste ging in ein Ohr rein und aus dem anderen raus.

George Foreman (v.) liegt am Boden vor Muhammad Ali

George Foreman (v.) liegt am Boden vor Muhammad Ali

Foto: AP

Als Sie in der achten Runde zu Boden gingen und ausgezählt wurden, waren Sie da wirklich angeschlagen oder nur erschöpft?

Es war ein ordentlicher Treffer, aber ich war nicht angeknockt. Meine Ecke rief mir zu, dass ich noch am Boden bleiben solle. So hatten wir es vorher abgesprochen. Wenn du runtermusst, höre nicht auf den Ringrichter, sondern auf uns. Daher schaute ich in meine Ecke. Als sie mir das Kommando zum Aufstehen gaben, kam ich hoch, doch es war schon zu spät, und der Kampf war vorbei. Aber im Nachhinein muss ich sagen: Vielleicht war es nicht verkehrt, unten zu bleiben. Wäre der Kampf weitergegangen, hätte er mich vielleicht töten können.

Der Kampf war eigentlich für den 24. September geplant gewesen. Doch Sie zogen sich beim Sparring in Zaire einen Cut am rechten Auge zu. Wie nah dran waren Sie, das Land zu verlassen?

Ich wollte zu einem Doktor in Belgien. Doch dann redeten alle auf mich ein. Promoter Don King und ein Regierungsvertreter flehten mich an: Verlasse nicht das Land, sonst kommst du nachher nie wieder. Sie schlugen mir vor, den Kampf etwas nach hinten zu verschieben. Es ging so viel um Politik. Ich habe jedes mögliche Opfer erbracht, damit der Kampf stattfand. Das soll keine Ausrede sein, warum ich verloren habe. Das lag eher daran, dass ich geglaubt hatte, ich könne Muhammad mit nur einer Hand besiegen. Aber es war ein Fehler, die Wunde nicht komplett verheilen zu lassen.

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Die Leute riefen: „Ali, bome ye“, Ali, töte ihn. Wie wohl fühlten Sie sich?

Ehrlich gesagt, behandelten mich die Leute ziemlich gut. Natürlich hatten sie einen klaren Liebling, bejubelten Muhammad, aber sie waren auch nett zu mir.

Was ungewöhnlich ist: Sie und Muhammad Ali wurden später enge Freunde.

Wir waren die allerbesten Freunde! Er war einer der engsten Freunde, die ich je hatte. Ich habe diesen Kerl einfach geliebt. Jeder Gedanke an ihn ist voller Liebe. Die Gespräche mit ihm zählen zu den besten Momenten in meinem Leben. Wir waren auf einer Wellenlänge. Natürlich hatten wir auch Meinungsverschiedenheiten, besonders, wenn es um Religion ging. Aber ich kann sagen: Unsere Liebe war unsere gemeinsame Religion.

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Quelle: instagram @iandgunther22 de octubre de 2024

Ist er für Sie der Größte aller Zeiten?

Die Leute sagen, dass er der größte Boxer war. Das werde ich ihm nicht zugestehen. Aber er war der großartigste Mensch, den ich jemals getroffen habe. Er war größer als das Boxen. Ihn nur als guten Boxer zu bezeichnen wird ihm nicht gerecht.

Was werden Sie am Tag des Jubiläums machen?

Ich werde mir wohl ein gutes afrikanisches Restaurant suchen. Dort genieße ich dann passendes Essen zum 50. Jahrestag.



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