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Unwetter, Hagel, und Gewitter sorgten heute Nacht in NRW und ganz Deutschland für  Chaos . Doch es könnte noch mehr  bevorstehen . Der DWD warnt.

Update, 12.41 Uhr: Gewitter und Starkregen haben heute in Nordrhein-Westfalen nachgelassen. Schauer gab es aber noch vielerorts. Die neue Woche startet ebenfalls nass und unbeständig, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Essen sagte. Sie bezeichnete die  Wetterlage  als markant.

Im Nordwesten des Landes NRW sei demnach am Montag punktuell mit  kurzen  und heftigen Regenschauern zu rechnen. Auch der Dienstag werde sich  wechselhaft  zeigen. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 22 und 26 Grad. Prognosen für das Wetter in der zweiten Wochenhälfte sind noch ungewiss.

DWD warnt für heute vor starken Gewittern mit erhöhter Unwettergefahr

Update, 10.12 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Gewittern mit erhöhter  Unwettergefahr , die ab heute Mittag von Westen bis in die Mitte und am Sonntag im Osten und Süden auftreten sollen.

Heute drohen außer im äußersten Westen und Nordwesten  Schauer  und teils kräftige Gewitter mit lokalen unwetterartigen Entwicklungen, die Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, größeren Hagel um oder über 2 cm Durchmesser sowie Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h (Beaufortskala 9 bis 10) bringen können. In der Nacht zum Montag ziehen sich die Gewitter in den Süden zurück und können dort in mehrstündigen Starkregen übergehen, wobei anfangs weiterhin  Unwetter  nicht ausgeschlossen sind.

Erstmeldung: Wiesbaden – Sintflutartige Regenfälle, heftige Gewitter und Hagel haben am Wochenende in NRW und weiteren Teilen Deutschlands für  Chaos  gesorgt. Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll Wasser, und vielerorts mussten Feuerwehren im Dauereinsatz ausrücken. Die Unwetter trafen zahlreiche Städte und Gemeinden mit voller Wucht und sorgten für  erhebliche Schäden .

Unwetter heute in Deutschland: Hagel und Starkregen setzen NRW unter Wasser

Das Wochenend-Wetter kippt. In Nordrhein-Westfalen waren besonders das  Ruhrgebiet , das  Münsterland  und das  Rheinland  betroffen. In Essen, Dortmund, Bochum und weiteren Städten meldeten die Einsatzkräfte Hunderte vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Nach Angaben der Feuerwehr Essen gab es über 100 Einsätze innerhalb kurzer Zeit. Auch im Kreis Mettmann und im Raum Köln fiel zeitweise der  Strom  aus. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. In einigen Regionen fielen innerhalb weniger Stunden mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Meteorologe Dominik Jung schrieb sogar von  Superzellen-Alarm .

Gewitter und Unwetter heute auch in anderen Teilen Deutschlands

Nicht nur NRW wurde von den  Unwettern  getroffen: Auch in Niedersachsen, Hessen und  Baden-Württemberg  kam es zu zahlreichen wetterbedingten Einsätzen. Feuerwehren mussten umgestürzte Bäume beseitigen und Keller auspumpen. In Teilen Süddeutschlands sorgten Hagelschauer für Schäden an Fahrzeugen und Dächern. Der Deutsche Wetterdienst teilte mit, dass auch in den kommenden Tagen mit weiteren Gewittern und Unwettern gerechnet werden müsse.

Hagel und Starkregen setzen NRW unter Wasser. © dpa(2) / NWM-TV/Thomas Banneyer

In Baden-Württemberg musste die Feuerwehr mehrmals ausrücken, es blieb aber laut Polizei bei kleineren Vorfällen. In Artern in Thüringen schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein und verursachte einen  Dachstuhlbrand . Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzte den  Schaden  auf rund 150.000 Euro. In Rheinland-Pfalz waren am Samstag mehrere Regionalzugstrecken wegen des Unwetters gesperrt, die Einschränkungen wurden laut einer Sprecherin am Sonntagmorgen wieder aufgehoben. Das Unwetter über Hessen setzt mehreren Festen zu.

Wetterlage bleibt angespannt: weitere Unwetter möglich – Gewitter verzögern Ironman in Hamburg

Die Gefahr weiterer  Unwetter  ist laut Meteorologen noch nicht gebannt. Der Deutsche Wetterdienst rät dazu, lokale Warnungen zu beachten und Keller sowie tiefer gelegene Räume möglichst zu sichern. Besonders in den Abendstunden könne es erneut zu heftigen Gewittern, Hagel, und Starkregen kommen. Die Einsatzkräfte in NRW und ganz Deutschland bleiben weiterhin in Alarmbereitschaft.

Am Sonntagmorgen hat ein schweres Gewitter den Start der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg verzögert. Das Rennen der Profi-Frauen, das eigentlich um 6.15 Uhr beginnen sollte, wurde von den Veranstaltern auf 7 Uhr verschoben. Auch die rund 3000 Hobby-Triathletinnen und -Triathleten mussten später als geplant ins Rennen starten.



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