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Der Mittwoch bescherte Teilen von Deutschland teils heftige Unwetter. Zwei Bundesländer hat es besonders schwer getroffen.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

  1. Erster Verletzter bei Unwettern in Deutschland gemeldet – Haus nach Blitzeinschlag in Flammen
  2. Unwetter in Süddeutschland erreichen Höhepunkt zwischen 19 und 21 Uhr – Wo genau die Gewitterfront entlangzieht, ist kaum vorhersehbar.
  3. Unwetter aktuell: Gewitter und Sturm heute im Anmarsch – In Teilen Deutschlands drohen sehr große Hagelkörner.

Update vom 4. Juni, 23.03 Uhr: Ulm ist nicht ganz so glimpflich beim Unwetter davongekommen. Mehrere Häuser sind beschädigt worden. Im Stadtteil Donaustetten seien zweieinhalb Reihenhäuser abgedeckt worden, sodass die Gebäude nicht mehr bewohnbar seien, sagte Adrian Röhrle, Leiter der Feuerwehr Ulm. Menschen seien nicht verletzt worden.

Die Feuerwehr geht von einer „kleinen Windhose“ aus, die durch zwei bis drei Straßenzüge gezogen sei. In einem Radius von einem Kilometer gebe es sehr starke Beschädigungen – teilweise seien es nur einzelne abgedeckte Dachplatten, teilweise ganze Dächer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht einem Tornadoverdacht nach. Am Donnerstag (5. Juni) soll es dazu weitere Informationen geben.

Unwetter heute vor allem über Bayern – vollgelaufene Keller

Update vom 4. Juni, 22.26 Uhr: Unwetter sind heute Abend über Teile Deutschlands gezogen. Vor allem Bayern war betroffen. Teilweise liefen Keller voll, Äste stürzten herab oder Bäume knickten um. Weitere schwerwiegende Ereignisse sind bislang nicht bekannt. Es gebe „den einen oder anderen nassen Keller und einige umgeknickte Bäume“, sagte etwa ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing. Die Einsatzzahlen seien aber infolge des Unwetters nicht signifikant gestiegen.

Abgeknickte Bäume säumen nach einem Gewitter den Straßenrand in Baden-Württemberg. © Simon Zeiher/dpa

Noch ist die Unwetter-Lage aber nicht vollständig gebannt. Bis 23 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst im Osten Bayerns noch vor starkem Gewitter. Sturmböen, Starkregen und Hagel sind möglich. In der Nacht sollen die Gewitter dann Richtung Osten weiter abziehen.

DWD weitet Unwetter-Warnung aus: Warnstufe Rot ausgerufen

Update vom 4. Juni, 20.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnung heute für Bayern ausgeweitet: In Schwaben und Oberbayern, aber auch in Mittelfranken und Niederbayern und die Oberpfalz drohen aktuell Unwetter mit Gewittern der Stufe 3 von 4. Die Warnung gilt stellenweise bis 21.30 Uhr. Auch in Niedersachsen kann es lokal zu kräftigem Gewitter kommen.

Derweil drohte das Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Portugal ins Wasser zu fallen. Die Torhüter haben ihr Warm-up für das Halbfinale abgebrochen. Die Keeper um Marc-André ter Stegen flüchteten vor dem Gewitter mit großen Hagelkörnern. Auch die Zuschauer auf den Tribünen suchten Schutz vor den Wassermassen. Die Partie wurde um zehn Minuten nach hinten verschoben.

Erster Verletzter bei Unwettern in Deutschland gemeldet

Update vom 4. Juni, 18.38 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollen heute bis in den Abend hinein schwere Gewitter mit Unwetter-Gefahr über Baden-Württemberg bis Niederbayern, die Oberpfalz und Oberfranken ziehen. Auch Hagel und Orkanböen sind nicht ausgeschlossen.

In Bad Liebenzell (Kreis Calw) im Schwarzwald ist bereits ein Blitz in ein Haus eingeschlagen. Eine Leitung schmorte an, woraufhin ein Brand ausbrach. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Das Haus sei zwar weiterhin bewohnbar, der Schaden werde jedoch auf 150.000 Euro geschätzt.

Unwetter heute bergen „hohe Tornado-Gefahr“

Update vom 4. Juni, 16.05 Uhr: Bis zum Mittag hat es in Baden-Württemberg vielerorts kräftig geregnet. Zwar habe es schauerartige Niederschläge und Gewitter gegeben, ein Starkregenereignis oder Überflutungen hingegen nicht, sagte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes.

Das soll sich in den nächsten Stunden gehörig ändern. Meteorologe Jan Schenk sprach gegenüber focus.de von einer „hohen Tornado-Gefahr“. Am Mittwochnachmittag soll sich in Süddeutschland ein sogenanntes mesoskaliges konvektives System (MCS) bilden. Vergleichbar sei dies mit einem Hurrikan. „Gefährlicher geht es nicht“, sagte Schenk.

Unwetter in Süddeutschland erreichen Höhepunkt zwischen 19 und 21 Uhr

Update vom 4. Juni, 14.15 Uhr: Meteorologen rechnen damit, dass die Unwetter im Süden von Deutschland ihren Höhepunkt zwischen 19 und 21 Uhr erreichen. „Es geht von Baden-Württemberg aus los, zieht dann voraussichtlich nördlich an München vorbei und zieht im Bayerischen Wald ab“, erklärte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes. Die genaue Zugbahn der Gewitterfront könne allerdings nicht vorhergesagt werden. Einen Überblick gibt unsere Live-Karte.

Update vom 4. Juni, 13.10 Uhr: Aktuelle Radarbilder des Deutschen Wetterdienstes zeigen, wie sich ein Niederschlagsband von Südwesten kommend über Deutschland schiebt. Der wetter.net-Meteorologin Kathy Schrey zufolge seien “die Zutaten für schwere Unwetter am heutigen Mittwochnachmittag „nahezu ideal.“

Ein schweres Unwetter gab es bereits am Dienstag am Alpenrand. (Archivbild) © Bernd März/IMAGO/Deutscher Wetterdienst

Erstmeldung vom 4. Juni, 11 Uhr: Offenbach – Im Süden von Deutschland könnte es am Mittwoch (4. Juni) ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Unwetter. In der Schweiz bauen sich Gewitterzellen auf, die vom Bodensee her durch Baden-Württemberg und Bayern ziehen. Besonders gefährdet ist das Gebiet zwischen Schwaben und Bayerwald.

Unwetter aktuell: Gewitter und Sturm heute im Anmarsch

Laut dem DWD drohen im Laufe des Mittwochs schwere Gewitter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen. Dabei können Hagelkörner mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern vom Himmel kommen, vereinzelt seien auch zehn Zentimeter möglich, was noch größer als ein Baseball wäre. Am Abend könne es in der Stunde bis zu 30 Liter pro Quadratmeter regnen.

Auch den Südosten von Baden-Württemberg könnte es hart treffen. Lokal können bis zu acht Zentimeter große Hagelkörner fallen. „Die können mit 140 km/h vom Himmel fallen und haben eine ordentliche Aufprallenergie“, sagte ein DWD-Meteorologe der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Mensch oder Tier ungeschützt unterwegs seien, bestünde große Verletzungsgefahr.

Starkregen, orkanartige Sturmböen, Hagel: Wetterdienst warnt vor heftigen Gewittern

Erste Unwetter mit Starkregen (bis zu 20 Liter pro Quadratmeter in der Stunde) könnte es tagsüber bereits in Franken geben. Im weiteren Tagesverlauf ziehen von Osten her dann schwere Gewitter und teils orkanartige Böen mit bis zu 130 Kilometer pro Stunde über Bayern.

Etwas weniger schwere Gewitter sind laut der Prognose außerdem von Rheinland-Pfalz und Saarland über Hessen und Thüringen hinweg bis nach Sachsen-Anhalt, Nordsachsen, Brandenburg und Berlin möglich. Auch hier kann es Sturmböen, Starkregen und kleinkörnigen Hagel geben.

Heftiges Unwetter bereits am Dienstag im Raum Garmisch-Partenkirchen

Bereits am Dienstagabend war die Region Garmisch-Partenkirchen von einem heftigen Unwetter betroffen. Hagel verwandelten Wiesen in eine Winterlandschaft. Keller liefen voll, Straßen waren überflutet, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht auffangen konnte, teilte die Polizei auf BR-Anfrage mit. Am Achensee in Tirol unweit der Grenze fielen tischtennisballgroße Hagelkörner.

Die Unwetter am Mittwoch ziehen in der Nacht weiter nach Tschechien. Am Donnerstag gibt es in Bayern eine Unwetter-Pause. Dann soll es nur regnen. Doch bereits am Freitag rechnet der DWD erneut mit einer ungemütlichen Wetterlage. Und auch an Pfingsten drohen Gewitter, Starkregen und Sturm. (mt/mit Material von dpa)



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